Mittwoch, 29. Januar 2014

Delirium von Lauren Oliver




erschienen im Carlsen-Verlag


Sie können Mauern bis zum Himmel bauen, und ich werde doch darüber hinwegfliegen. Sie können mich mit hunderttausend Armen festhalten, und ich werde mich doch wehren. Und es gibt viele von uns da draußen, mehr als ihr denkt. Menschen, die in einer Welt ohne Mauern leben und lieben. Menschen, die gegen Gleichgültigkeit und Zurückweisung anlieben, aller Vernunft zum Trotz und ohne Angst.  (Klappentext)

Das erste Buch dieser Trilogie ist in 27 Kapitel unterteilt. Jedes verfügt  zusätzlich über einen Auszug aus dem Buch „Psst“, Kinderreime oder ähnliches. Eine gute Idee. Das Cover von „Delirium“ finde ich nicht sehr ansprechend. Durch die vielen durcheinander geschriebenen Wörter wirkt es auf mich sehr konfus. Es geht hier um das Wort „Liebe“.

Lena lebt in einer Welt, in der die Liebe als schlimme Krankheit bezeichnet wird. Vor 64 Jahren wurde dieses vom Präsidenten erkannt und an einem Heilmittel gearbeitet. Seit 43 Jahren gibt es ein Heilmittel gegen Amor deliria nervosa. Jeder Einwohner, der mindestens 18 Jahre alt ist, muss sich einem Eingriff unterziehen, der die Krankheit verhindern soll. Danach ist man geheilt und verliebt sich niemals. Lenas Familie hat den Eingriff schon hinter sich und ist gesund. Nur ihre Mutter wurde von der Liebeskrankheit dahin gerafft. Lena verbleiben noch 95 Tage, dann ist es auch bei ihr soweit. Aber Lena hat Angst. Vor dem Eingriff und auch vor den eventuellen Folgeschäden. Ihre Freundin Hana ist der flippigere Typ von den beiden. Sie streut ihre Zweifel über die Krankheit und den Eingriff in Lenas Gegenwart und bringt diese somit zu ernsten Überlegungen. Zusehends verändert sich ihre Freundin Hana und auch Lena merkt, dass die Regierung vielleicht doch nicht mit allem Recht hat…


Die ersten 100 Seiten dieses Buches hatten für mich so wenig Tempo, dass ich es schon beiseite legen wollte. Es gibt zuerst sehr viele Erklärungen und Einzelheiten zur Krankheit, was ich ansich gut finde. Leider nimmt es hier der Story das Tempo. Doch dann ging es für mich bergauf und ich war schließlich wie gefesselt. Auch zur Protagonistin fand ich zunächst keinen rechten Draht. Anfangs wird sie noch sehr kalt dargestellt, was ihre Gefühle und Handlungen betrifft. Sie ist einfach nur folgsam und läuft mit Scheuklappen durch die Welt. Mit der Zeit lernte ich Lena besser kennen. Sie wird im Laufe der Story immer offener und mutiger. Dadurch wuchs sie mir ans Herz. Hana ist dagegen ganz anders und war mir von Anfang an sehr sympathisch.  
Ich zitterte zusammen mit Lena ihrem Eingriff entgegen und hoffte stets, dass sie diesen noch verhindern kann. Spätestens ab hier konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Textauszug von Seite 26:

Man kann nicht glücklich sein, wenn man nicht manchmal auch unglücklich ist. (Hana)

„Delirium“ ist der zweite Roman der amerikanischen Autorin. Sie hat es geschafft, eine sehr gut durchdachte Story gespickt mit einer zaghaften Liebesgeschichte zu kreieren. Durch einige Wendungen zum Ende der Geschichte hin konnte mich Lauren Oliver noch überraschen und vollends von ihrem Roman überzeugen. Die sich überschlagenden Ereignisse kurz vor Schluss taten ihr übriges.
Daher vergebe ich für diesen ersten Trilogieteil volle 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Folgebände:

Pandemonium (erhältlich)
Requiem          (seit Januar 2014 erhältlich)

Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Größe: 15,00 x 22,00 cm
Seiten: 416
Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-58232-4
Preis: 18,90 €

© Cover und Zitatrechte: Carlsen Verlag

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