Dienstag, 14. Januar 2014

Die Zombies sind los...



Untot – Lauf, solange du noch kannst von Kirsty McKay
erschienen bei Chicken House

 
Endlich ist dieser grässliche Skiausflug mit ihren noch grässlicheren Mitschülern vorbei. Noch ein letzter Pausenstopp, dann hat Bobby es hinter sich. So lange wartet sie mit Smitty im Bus auf die anderen. Aber die anderen kommen nicht zurück, die anderen sind tot! Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße. Sie müssen hier weg und zwar schnell! Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht mehr…  (Klappentext)

„Untot – Lauf, solange du noch kannst“ ist der Auftakt zu einer Trilogie. Das Cover ist passenderweise mit einigen Zombies verziert und ganz in weiß und rot gehalten. Innerhalb des Buches befinden sich auf jeder Seite einige Blutspritzer. Eine sehr gelungene Idee. Die Story wird aus Sicht der Protagonistin Bobby erzählt.

Bobby und ihre Mitschüler befinden sich auf der Rückfahrt einer Skireise nach Schottland. Bobby ist erst vor einem Monat mit ihrer Mutter wieder zurück nach England gezogen, nachdem sie zuvor in den USA gelebt hat. Sie hat große Eingewöhnungsschwierigkeiten und kann keinen ihrer Mitschüler wirklich gut leiden. Kurz vor ihrer Ankunft macht die Klasse noch eine Pause. Bobby bleibt mit Smitty, dem Rebell der Klasse, im Bus und wartet auf die anderen. Doch nach einiger Zeit kommt nur ihre Klassenkameradin Alice auf den Bus zugestürmt und schreit hysterisch: Alle anderen sind tot - Lehrer, Schüler, Besucher der Raststätte, keiner ist mehr übrig! Der Busfahrer ist bewusstlos, Handys bekommen kein Netz und das Funkgerät des Busses ist auch kaputt. Durch den tobenden Schneesturm ist die Sicht schlecht, aber Bobby und der klägliche Rest müssen hier weg und Hilfe holen. Ganz dringend…

Ich muss sagen, dass ich erst sehr enttäuscht von dem Buch war. Aufgrund ausnahmslos guter Rezensionen landete es ganz oben auf meiner Wunschliste. Weihnachten 2013 war es endlich soweit. Doch ich konnte mit dem Humor nicht wirklich etwas anfangen, hatte es mir witziger vorgestellt. Die verschiedenen Charaktere blieben für mich nur einzelne Schemen, ich konnte mir keinerlei Bild von ihnen machen. Dagegen fand ich die Kulisse mit dem Schneesturm und der überwiegenden Dunkelheit sehr gut gewählt. Sehr passend zu dieser Jahreszeit.
Nach der Hälfte des Buches ging es endlich für mich bergauf! Die Witze zündeten mehr, es wurde teilweise so spannend, dass man ein ums andere Mal aus dem Nägelkauen nicht mehr raus kam. Zudem fragt sich der Leser ständig, was hinter der nächsten Ecke wohl lauern mag. Zum Ende der Story hin hat die Autorin noch eine Überraschung parat, die der ganzen Geschichte noch eine unerwartete Wendung beschert.

Der beste Witz für mich von Seite 174:

Das muss echt nerven: Wenn man ein Zombie ist und nichts mehr zu rauchen hat.

Kirsty McKay hat mit „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ ein tolles Zombieszenario erschaffen, mit dem ich anfänglich meine Schwierigkeiten hatte. Doch ihr toller Schreibstil und die Idee hinter der Geschichte konnten mich letztendlich noch überzeugen. Gerade die unerwartete Wendung fand ich sehr genial. Da Band 1 mit einem sehr netten Cliffhanger endet, bin ich froh, Band 2 schon bei mir liegen zu haben.
Ich vergebe für „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Folgebände:
Untot – Pausensnack (Zwischengeschichte, nur als E-Book erhältlich)
Untot – Sie sind zurück und hungrig


Einband: Klappenbroschur
Größe: 13,30 x 19,80 cm
Seiten: 368
Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-52041-8
Preis: 14,95 €

© Cover und Zitatrechte: Chicken House/Carlsen-Verlag

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen