Dienstag, 21. Januar 2014

Eine etwas kürzere Rezension zum ersten Teil



Eve & Caleb – Wo Licht war von Anna Carey
erschienen im Loewe Verlag

 
Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen. (Klappentext)

Das Cover dieser neuen Jugendbuch-Trilogie ist sehr minimalistisch gehalten. Dezente Farben und Motive sind hier vorherrschend. Kein Hingucker im Laden, aber schön gemacht.

Die erste Seite ist sehr rührend geschrieben, mir kamen gleich die Tränen. Schon relativ frühzeitig findet für die Protagonistin Eve die erste Offenbarung statt. Den frühen Zeitpunkt empfand ich als gut gewählt für eine temporeiche Story. Kurz darauf folgt auch schon Eves Flucht, wobei ihr eine Lehrerin zu Hilfe kommt. Dieser Teil der Geschichte wirkte auf mich etwas unglaubwürdig. Zum einen, weil es Eve zu einfach gemacht wird zu fliehen, zum anderen, weil ich ihre Handlung zu überstürzt fand.
An vielen Stellen in der Geschichte wirkt Eve sehr naiv, was bei mir Kopfschütteln hervorrief. Die Story ist allerdings sehr schnell erzählt, was mir positiv auffiel. Für den Leser bleiben keine Fragen offen.
Zu einem späteren Zeitpunkt der Geschichte zeigt sich eine Art der Protagonistin, die sehr rührend auf mich wirkte. An einer bestimmten Stelle des Buchs fühlte ich mich sogar etwas an den Film „Avatar“ erinnert.

Das Buch hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Stellenweise war ich sehr genervt von Eves Naivität. In anderen Textpassagen kommt ihr unverwechselbarer und liebevoller Charakter sehr zum Ausdruck.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte von Eves neuer Freundin Arden erzählt. Auf diesen Seiten wird etwas Wunderbares gezeigt: wahre Freundschaft, die sehr selten und daher kostbar ist! Ebenso wunderbar empfand ich die weiteren sehr emotionalen Momente, die noch folgen werden. Zur Abwechslung kommt dann aber im Anschluss ein Ereignis, für das Eve mit ihrer schon fast dummen, naiven und sehr unvorsichtigen Art verantwortlich ist. Da stieg tatsächlich Wut in mir hoch und ließ mich an dem Verstand der Protagonistin zweifeln…
Das Ende des ersten Teils der Trilogie wird ziemlich herzzerreißend erzählt. Für den Leser bleiben soweit erstmal keine Fragen offen.

Für mich war dieser Trilogieauftakt sehr unbeständig. Ich durchlebte die unterschiedlichsten Emotionen, die nicht immer positiv waren. Da ich aber Potenzial in der Geschichte sehe, werde ich auch den zweiten Teil lesen, den es schon zu kaufen gibt.
Somit vergebe ich für „Eve & Caleb – Wo Licht war“ 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Folgebände:

Eve & Caleb – In der gelobten Stadt
Eve & Caleb – Kein Garten Eden (erscheint im Februar 2014)


Aus dem Amerikanischen von Claudia Max
ab 14, 1. Auflage 2013
304 Seiten, 12.5 x 19.0 cm
ISBN 978-3-7855-7103-3
Taschenbuch

© Cover und Zitatrechte: Loewe Verlag

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