Dienstag, 4. Februar 2014

Raum 213 – Harmlose Hölle von Amy Crossing



erschienen im Loewe Verlag

Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben oder hat es nicht über lebt!
Für Liv scheint es gerade nicht schlimmer kommen zu können: Ihr Freund hat auf einer Party eine Andere geküsst vor ihren Augen! und sie wird von dem unheimlichen Ethan verfolgt. Er bedroht sie, macht komische Andeutungen. Liv ist eingeschüchtert, nimmt die Drohungen jedoch erst nicht ernst. Bis sie ein Mädchen in ihrem Garten findet: Ethans Ex-Freundin, ermordet!
(Klappentext)

Den ersten Teil dieser Thriller-Reihe habe ich als E-Book gelesen. Das Cover wirkt auf Grund der gewählten Farben jugendlich frisch. Es sticht einem sofort ins Auge und macht neugierig. „Raum 213 – Harmlose Hölle“ ist in den Prolog, 26 Kapitel und den Epilog unterteilt. Zwischendurch werden immer wieder Kapitel, die die Ereignisse in Raum 213 betreffen, mit eingestreut. Gefiel mir sehr gut.

Liv kann es nicht fassen: Auf einer Party muss sie mitansehen, wie ihr Freund Daniel ein anderes Mädchen küsst. Vor aller Augen! Liv verlässt ganz überstürzt die Party und findet sich allein in den dunklen Straßen wieder. Es ist unheimlich und sie hat das Gefühl, verfolgt zu werden. Tatsächlich wird sie kurz darauf von Ethan, einem ehemaligen Schüler der Eerie High überfallen und bedroht. Liv erzählt niemandem davon, da sie sich auf einmal nicht mehr sicher ist, den Überfall wirklich erlebt zu haben. Doch kurz darauf findet sie in ihrem Garten die Leiche eines Mädchens. Ethans Ex-Freundin. Warum ist sie ermordet worden? Warum liegt sie in Livs Garten? Und vor allem:  Hat Ethan etwas damit zu tun?
Raum 213 ist ein unbenutztes Klassenzimmer der Eerie High. Es gibt merkwürdige Gerüchte um diesen Raum, doch keiner kann sagen, was wirklich wahr ist und was nicht. Denn bisher gab es wenig Überlebende… Was geht an dieser Schule vor sich?


Der Prolog ist ganz nach meinem Geschmack. Er wird kurz und knackig präsentiert, ist spannend und macht Lust auf mehr. Zudem geht es hier gleich um den ominösen Raum 213. Auch die eingestreuten Kapitel, die sich um Ethans Erlebnisse dort drehen, fand ich toll. An Spannung hat dieses Buch wirklich so einiges zu bieten. Doch leider blieben für mich die Charaktere sehr farblos. Es gibt keine Hintergrundinformationen, so dass ich mir in meinem Kopf kein Bild von ihnen machen konnte. Das fand ich etwas schade.
Die Geschichte an sich ist sehr gut, hat aber meiner Meinung nach einige Schwachstellen. Es wird stellenweise nicht klar genug definiert, ob die Ereignisse sich so zugetragen haben, oder ob es doch nur der Fantasie der Protagonisten entspringt. Ansonsten sind es relativ kurze Kapitel, die den Lesefluss nur beschleunigen. Ich hatte das Buch innerhalb von knapp 2 Stunden durch. Zeitweise fand ich die Erklärungen zu den offenen Fragen zu konstruiert beschrieben – da kam keine Art von Gefühl zu mir rüber.

Amy Crossing hat mit „Raum 213 – Harmlose Hölle“ von der Grundidee her einen sehr spannenden Jugendthriller geschaffen. Die Charaktere hätten allerdings mehr Tiefgang gebraucht, damit der Leser komplett mitfiebern kann. Für mich war dieses E-Book ein kurzweiliges Vergnügen mit einigen Schwachpunkten und logischen Ungereimtheiten.
Daher vergebe ich für den ersten Teil der Serie 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Der nächste Teil „Arglose Angst“ erscheint schon im März 2014.


ab 12 Jahren, 1. Auflage 2014
176 Seiten, 13.5 x 21.0 cm
ISBN 978-3-7855-7871-1
Klappenbroschur mit Spotlack
7,95 € (D)
8,20 € (A)
inkl. MwSt

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

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