Samstag, 15. März 2014

Artemis Fowl von Eoin Colfer



erschienen im Carlsen Verlag

Artemis Fowl, der jüngste Sproß einer alten irischen Gangsterdynastie, möchte mit einem unglaublichen Plan den finanziellen Ruin seiner Familie aufhalten. Mit Hilfe des in seinen Besitz gelangten Buchs der Elfen deckt er ein Geheimnis auf, von dem bisher kein Mensch etwas ahnte. Tief unter der Erde hütet das Elfenvolk einen legendären Goldschatz und Artemis macht sich auf, diesen Schatz zu rauben.  (Klappentext)

Das Cover dieses Buches ist für mich nicht wirklich der Hit. Schatten als Blickfang, dunkle Farben – fand ich jetzt nicht sehr einfallsreich. Das Buch besteht aus dem Prolog, 9 Kapiteln und dem Epilog. Die Story wird in der dritten Person erzählt.

Artemis Fowl ist erst 12 Jahre alt, aber momentan das wichtigste Mitglied in der Fowl-Dynastie, seitdem sein Vater spurlos verschwunden ist. Er versucht zusammen mit Butler, seinem Beschützer, ein wichtiges Buch zu ergattern: Das Buch der Elfen, das lang gehütete Geheimnisse beinhaltet. Artemis setzt alles daran, dieses Buch in den Händen zu halten und so seiner Familie helfen zu können…

Ein so junger Protagonist war für mich sehr ungewöhnlich und absolut neu. Obwohl man es in der Geschichte gar nicht merkte, denn Artemis wirkt wesentlich reifer als angegeben. Er kam mir stellenweise wie eine jüngere Version von James Bond vor, was durchaus seinen Reiz hatte. Mit seinem Witz nimmt er den Leser für sich ein und lenkt vom Schlauberger-Image ab. Die zeitweilige Kontaktaufnahme mit dem Leser gefiel mir sehr gut. Man fühlte sich mehr dazu gehörig und involviert.
Die abgebildeten Symbole auf jeder Seite des Buches am unteren Rand fand ich sehr gelungen. Eine ganz tolle Idee. Darstellen sollen sie wohl die Schrift aus dem Elfenbuch, die Artemis zu entschlüsseln versucht.
Die Elfe Holly Short gehört der Zentralen Untergrund-Polizei, kurz ZUP genannt, an. Ich kann gar nicht genau definieren, ob sie mir sympathisch war oder nicht. Sie war da, und ihren Part fand ich stellenweise interessanter als Passagen mit dem Rest der Polizei oder einem Zwerg.
Die Kapitel bei „Artemis Fowl“ sind sehr lang gehalten, was ich eher nicht so mag. Auch die Polizeiabschnitte, die sehr agentenmäßig rüberkamen, gefielen mir weniger. Das in Verbindung mit einem 12jährigen Jungen als Protagonist empfand ich als doch etwas übertrieben.

Eoin Colfer hat mit dem Auftaktband seiner „Artemis Fowl“ Reihe einen soliden Anfang geschaffen, der mich nicht in allen Punkten überzeugen konnte. Den Schreibstil des Autors empfand ich teilweise als etwas verschachtelt, so dass mein Lesefluss zeitweise gebremst wurde.
Ich vergebe für diesen Teil knappe 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen und bin mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe fortsetzen werde.

Die Reihe:

Artemis Fowl
Die Verschwörung
Der Geheimcode
Die Rache
Die verlorene Kolonie
Das Zeitparadox
Der Atlantis-Komplex
Das magische Tor

Eoin Colfer wurde in Wexford an der irischen Südostküste geboren. Nach einem Lehramtsstudium in Dublin und einigen Jahren in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien kehrte er nach Wexford zurück, wo seine Bücher über den Meisterdieb Artemis Fowl entstanden. Den Beruf des Lehrers hat er an den Nagel gehängt, denn er hat sich vorgenommen, so lange zu schreiben, bis ihm die Ideen ausgehen oder die Leute aufhören zu lesen. Mit Artemis Fowl gelang ihm der internationale Durchbruch.

ab 13 Jahren
272 Seiten
ISBN: 978-3-551-35779-3
Preis: 7,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Kommentare:

  1. Hallo :)

    Habe deinen Blog gerade erst entdeckt und folge dir direkt mal! Artemis Fowl steht auch schon länger in meinem Regal - mal sehen, wann ich es endlich mal angehe... Deine Rezi gefällt mir! Ich tue mich auch oft schwer mit zu langen Kapiteln.
    Liebe Grüße!

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    1. Hallo Geri!
      Herzlich Willkommen bei mir, ich freu mich:) Lange Kapitel sind auch nicht so mein Ding...

      LG

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  2. Ich habe Teil 1 und 2 gelesen und fand den Schreibstil eigentlich immer recht amüsant. Bei mir ist es jetzt aber bestimmt auch schon 8 Jahre her, dass ich die Bücher das letzte Mal gelesen habe O_o

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    1. Ja, war soweit für mich ganz ok, aber so gut, dass ich die Reihe weiter verfolgen möchte dann doch nicht:)

      LG

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