Mittwoch, 19. März 2014

Fragmente – Partials 2 von Dan Wells



erschienen bei IVI

Die Partials sind zurück.
Unsere Welt liegt in Trümmern. Und sie birgt ein furchtbares Geheimnis.
In ferner Zukunft wurde die Menschheit durch den Isolationskrieg fast vollständig vernichtet - besiegt von den Partials, künstlichen Kriegern, die die Menschen selbst erschaffen hatten. Eine der letzten Überlebenden ist Kira Walker, die erfahren hat, dass sie selbst ein verhängnisvolles Erbe in sich trägt, von dem sie nichts ahnte. Auf der Suche nach ihrer eigenen Herkunft muss sie sich ausgerechnet auf die Hilfe zweier Partials verlassen - Samm und Heron, die als Einzige ihr Geheimnis kennen. Kiras Weg führt sie durch das verwüstete Land, das der Isolationskrieg aus dem nordamerikanischen Kontinent gemacht hat - und dort wird sie dem schrecklichsten Feind begegnen, den die Menschheit je gekannt hat ... (Klappentext)

Das Cover dieses zweiten Teils der Trilogie ist in blau gehalten. Es drückt für mich etwas sehr Trostloses aus, da das Motiv zerstörte Bahnschienen und einfach eine weite Landschaft zeigt. Protagonistin Kira ist abermals nur von hinten zu sehen. Ohne Schutzumschlag schimmert das Buch in einem Dunkelgrün, was sehr schön aussieht. Das Buch enthält 50 Kapitel, die in vier Teile eingeteilt sind.

Wir schreiben das Jahr 2077. Es existieren nur noch 35 000 Menschen. Kira macht sich auf die Suche nach ParaGen, eine Firma, bei der sie sich Antworten erhofft. Antworten, die ihre Herkunft erklären. Sie hofft außerdem ein Heilmittel für RM zu finden, das jedes Neugeborene sterben lässt. Unterwegs stößt sie auf einen Menschen, der eine wichtige Rolle in dem Konzern gespielt hat und hoffentlich Kiras Fragen beantworten wird…
Währenddessen beginnen die verbliebenen Partials mit einer Invasion. Auch sie möchten Antworten erhalten. Die Partials suchen ein Mittel gegen ihr Verfallsdatum, das schon bald eintreten und somit das Ende der Partials bedeuten wird…


Der erste Teil „Aufbruch“ hat mich geradezu mitgerissen. Das empfand ich leider bei dieser Fortsetzung nicht. Die ersten 150 Seiten waren sehr zäh. Sie hatten eindeutig ihre Längen. Doch dann wurde die Story besser und es gab mitunter sehr spannende Sequenzen, die mich geradezu mitfiebern ließen. Überraschende Wendungen sind auch mit eingebaut worden, so dass für den Leser stets neue Fragen aufgeworfen wurden. Einige Fragen beantwortet der Autor selbstverständlich auch in „Fragmente“, was eindeutig nötig ist.
Die Story wird zum großen Teil aus Kiras Sicht erzählt, zum anderen Teil aus der Sicht von Marcus. Die Partials haben hier eine vergleichsweise kleine Rolle übernommen.
Die sehr technischen Details mögen für jemanden, der etwas davon versteht, sehr gut ausgearbeitet sein – für mich war das nun leider gar nichts. Da hingegen bin ich eher für die medizinische Seite, die ich auch besser verstehe.
Kira ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg gut meistert. Sie zeigt keine Angst und geht zielstrebig voran.
Marcus konnte ich nicht so recht einschätzen, er fiel mir nun nicht in besonderem Maße auf.
Samm finde ich sympathisch. Er gefiel mir auch schon im ersten Teil sehr gut.

Dan Wells neigt zu sehr detaillierten und gründlichen Ausführungen, die mich nicht zu jeder Zeit begeistern konnten. Er hat in diesem zweiten Band eine Trostlosigkeit der vorhandenen Welt an den Tag gelegt, die sehr glaubhaft und realistisch wirkt. In so einer Welt möchte ich persönlich nicht leben müssen…
„Fragmente“ war für mich leider nicht so gut und mitreissend wie Band 1. Trotzdem hat Dan Wells einen Teil erschaffen, der in dem ganzen Zusammenhang nicht fehlen darf.
Ich vergebe für diesen zweiten Band der Trilogie 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen und freue mich auf das Finale.


Die Reihe:

Aufbruch – Partials 1
Fragmente – Partials 2


Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Seine Romane um den jungen Killer John Cleaver sind große Erfolge. »Partials«, der Auftakt zu seiner neuen Young-Adult-Serie, eroberte den US-Buchmarkt im Sturm.

Empfohlenes Alter: 14-17 Jahre
576 Seiten
ISBN 978-3-492-70283-6
Preis: 19,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Ich möchte mich an dieser Stelle noch recht herzlich beim Verlag für das in mich gesetzte Vertrauen und dieses Rezensionsexemplar bedanken!


Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Von dem Buch hör ich jetzt immer öfter und es hört sich echt gut an. Das wird sicher auch wieder auf meiner Wunschliste landen ;)

    Liebste Grüße
    Aleshanee

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    1. Danke Dir! Lohnt sich auch, die Reihe zu lesen. Teil 1 fand ich nur eben mitreissender:)

      LG

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  2. Zu Band 1 waren die Meinungen ja schon sehr zwiegespalten. Deshalb steht es wohl auch noch ungelesen hier bei mir. Allerdings steht es ganz weit oben auf meiner "to read" Liste und ich bin dann mal gespannt, wie es auf mich wirken wird. =)
    Schöne Rezi übrigens.

    Liebe Grüße
    Katie

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    1. Danke, Katie! Ich bin gespannt, wie es Dir gefallen wird:)

      LG

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  3. Die technischen Details haben mir das Buch leider ziemlich versaut. Mir gab es viel zu viele Durststrecken und schlichtweg zähes Gelatsche, das die Suche nicht wirklich vorangebracht hat.

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    1. Das stimmt, mochte ich auch nicht. Ich hoffe, dass der 3. Teil wieder besser wird!

      LG

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