Mittwoch, 5. März 2014

Für immer und einen Tag von Amanda Brooke



erschienen bei Goldmann

Was wäre, wenn du die Geschichte deines Lebens selbst schreiben könntest?
Die neunundzwanzigjährige Emma ist voller Hoffnung, den Krebs besiegt zu haben. Doch dann erfährt sie, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat. Aber ein Jahr ist viel zu kurz für Emmas Pläne: Sie will den Mann ihres Lebens finden und gemeinsam mit ihm alt werden, sehen, wie Kinder und Enkel aufwachsen, und schließlich nach einem erfüllten Leben im Kreis ihrer Familie Abschied nehmen. Also beginnt Emma, die Geschichte ihres erträumten Lebens aufzuschreiben – und auf wundersame Weise scheinen mit der Zeit mehr und mehr ihrer Träume in Erfüllung zu gehen…  (Klappentext)

Emma: sagt, was sie denkt
Alex: Emmas „Freund“
Ben: der Koch, der einen aufbauen kann
Louise: die jüngere Schwester
Meg: Gluckenmutter von Emma, die das Kommando gerne an sich reißt

Das Cover dieses Buches wirkt auf mich leicht verträumt und strahlt Ruhe und Frieden aus. Ebenfalls ist die Buchinnenseite sehr schön gestaltet – vorne wie auch hinten. Das Geschichte ist in 18 Kapitel eingeteilt, die hauptsächlich in der dritten Person erzählt wird.

Emma hat die ominösen fünf Jahre krankheitsfrei fast geschafft, als sie mit nur 29 Jahren eine niederschmetternde Diagnose erhält. Der Krebs ist zurück und sie hat bestenfalls noch ungefähr ein Jahr zu leben. Gerade jetzt, wo Emma doch neuen Lebenswillen entwickelt und Pläne für ihr weiteres Leben hat. Das ist nicht fair! Ihr großer Traum ist es, ihre ungelebten Träume in einem Buch zu erleben. Wird sie das Ende noch schreiben können?


Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich letztes Jahr schon „Das Geheimnis der Monduhr“ von der Autorin gelesen hatte und restlos begeistert war. Dieses ist zwar vom Thema her ganz anders, aber ich musste es unbedingt haben. Doch leider wurden meine Erwartungen bitter enttäuscht…
Der Schreibstil von Amanda Brooke ist in „Für immer und einen Tag“ flüssig, so dass man eigentlich gerne weiter lesen mag. Doch ich empfand nur pure Langeweile. Die komplette Story plätscherte nur so dahin, es gab für mich keine nennenswerten Ereignisse, die mich anspornten, weiter zu lesen. Zudem nervte mich sehr das verschnörkelte „k“ in den Abschnitten, die Emmas Buch darstellen. Das tat schon in den Augen weh mit der Zeit.
Es ist zwar blöd, aber ich musste das Buch immer wieder mit dem Vorgängerband vergleichen. Und was mich da an Emotionalität und wunderschön geschriebenen Passagen beeindruckte und verzauberte, blieb hier komplett auf der Strecke. Wie im Buch selbst auch darauf hingewiesen wird, dass Amanda Brooke durch den Krebstod ihres kleinen Sohnes zu dieser Geschichte angeregt wurde, so fehlte mir die nötige und erwartete Tiefe der Story. Es hatte viel mehr den Anschein, als ob die Story einfach nur so dahin geschrieben wurde, praktisch wie ein etwas ausgeschmücktes Protokoll einer Leidensgeschichte.
Die von mir erwarteten großen und berührenden Gefühle oder auch Taschentuchverbrauch ins Unermessliche blieben leider aus. Nicht einmal das Ende, das leicht emotional daher kommt, konnte mich noch berühren, da es für mich sehr vorhersehbar war.
Die Charaktere wie Emma, Louise und Ben sind schon sympathisch und authentisch dargestellt worden, aber nach Beenden des Buches bleiben sie nicht in meinem Herzen.

Mit ihrem neuen Roman „Für immer und einen Tag“ konnte mich die Autorin leider nicht überzeugen. Die großen Gefühle blieben komplett aus, größtenteils fühlte ich mich genervt und war gelangweilt. Doch für das wunderschöne Cover, den tollen Schreibstil und die bewegende Geschichte hinter der Geschichte vergebe ich noch 2 von 5 möglichen schwarzen Katzen und hoffe auf ein nächstes Mal.


Amanda Brooke lebt mit ihrer Tochter in Liverpool, England. Der Ursprung ihrer Schriftstellerkarriere liegt in einer persönlichen Tragödie: Als bei ihrem kleinen Sohn Krebs diagnostiziert wurde und er schließlich mit nur drei Jahren starb, stand für Amanda Brooke fest, dass diese schmerzliche Erfahrung eine Quelle der Inspiration, nicht der Verzweiflung, sein sollte. So erzählt sie in ihren Romanen berührende, aufrichtige Geschichten von der Liebe, dem Leben und der Kraft der Hoffnung, die stärker ist als der Tod.

384 Seiten
ISBN 978-3-442-48007-4
Preis: 9,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

1 Kommentar:

  1. Ohhh, schade, ich sehe grad, ich komme mit dem TAG zu spät :)
    http://blog4aleshanee.blogspot.de/2014/03/tag-das-beste.html

    Wünsch dir einen schönen Tag und lasse liebe Grüße hier
    Aleshanee

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