Montag, 24. März 2014

Roter Mond von Benjamin Percy



erschienen bei Penhaligon

Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns!
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.
Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.
Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …
(Quelle: Verlagsseite)

Patrick: Der Überlebende
Claire: Die Gejagte
Miriam: Die Gefangene
Chase: Der Politiker

Der Titel dieses Buches ist Programm, das sich gerade in dem Cover sehr gut ausdrückt. Ein großer roter Mond ist zu sehen, das „O“ ist als Sichelmond dargestellt. Durch die knallige Farbe ist „Roter Mond“ auf jeden Fall ein Blickfang. Es ist unterteilt in 66 Kapitel und den Epilog, die sich wiederum in zwei Büchern befinden.

Es herrscht eine Welt, in der Menschen und Lykaner zusammenleben. Die Lykaner unterliegen Regeln und Gesetzen, um somit die Menschen vor ihnen zu schützen und ein gemeinsames Leben möglich zu machen. Doch eines Tages verüben Lykaner Anschläge auf verschiedene Flugzeuge. Diese Taten sind nur der Auslöser für weit schlimmere Dinge, die auf die Welt und die Menschen mit unbändiger Geschwindigkeit zurasen…


Lange Zeit wusste ich nicht, worauf die Story wirklich hinauslaufen wird. Ich empfand es aber keinesfalls als störend, da das Buch ein wahrer Pageturner ist. Geschichten von und mit Lykanern sind ja ansich nichts Neues, doch der Autor hat es mit „Roter Mond“ geschafft, etwas Außergewöhnliches zu schreiben. Ein temporeicher und spannender Anfang lässt den Leser schon Raum und Zeit vergessen. Sehr gut gefallen hat mir das Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild, das zu jeder Zeit übersichtlich und logisch bleibt. Es gibt anfangs mehrere Stränge, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben – doch das täuscht! Jeder Haupt- und auch Nebenstrang findet seine ganz spezielle Bedeutung und so wird eines mit dem anderen laufend verknüpft. Absolut genial.
Die einzigen Kritikpunkte waren für mich die sehr blutigen Details und die teilweise herrschende Gewalt. Da die Story aber sonst absolut mitreissend und spannend ist, kann ich
dafür keinen Punkt abziehen.
Die Charaktere haben mir von der Darstellung her gut gefallen. Sie wirkten auf mich alle authentisch, ihre Handlungen nachvollziehbar. Bis auf Chase waren mir die Protagonisten sympathisch.
Der Zeitsprung im zweiten Teil der Geschichte gibt dem Ganzen noch wieder etwas mehr Tempo. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse, wirken aber zu keiner Zeit überzogen.

Der fließende Schreibstil von Benjamin Percy macht es dem Leser leicht, die beträchtliche Seitenanzahl von knapp 640 Seiten zu vergessen. Man rauscht nur so durch die Seiten. Ich war zu jeder Zeit gefesselt von der Thematik und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Der Autor hat hier eine teilweise düstere und zerstörerische Welt geschaffen, die mit der Zeit mehr und mehr auseinanderbricht.
Ich vergebe für „Roter Mond“ absolut verdiente 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen und bin auf alles weitere von Benjamin Percy sehr gespannt!

Benjamin Percy wuchs auf im tiefsten Oregon. Vor seinem Romandebüt „Wölfe der Nacht“ schrieb er zwei hochgelobte Erzählbände. Er lehrt Creative Writing an der Iowa State University.
www.benjaminpercy.com

640 Seiten
ISBN 978-3-7645-3123-2
Preis: 19,99 Eueo

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag für dieses umwerfende Rezensionsexemplar bedanken!

Kommentare:

  1. Tolle Rezi zu einem außergewöhnlichen Buch!
    Das ist wirklich nicht für jedermanns Geschmack, aber wenn man mal in den Schreibstil reinfindet kann man es kaum mehr aus der Hand legen.

    Super beschrieben ♥

    LG Aleshanee

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, Aleshanee:) Der Schreibstil ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig, stimmt. Hab ich gar nicht mit reingebracht:( Egal.

      LG

      Löschen
  2. Ui, schöne Rezi, der ich mal wieder nur zustimmen kann! =D Von dem Autor gibt es ja auch schon einen Roman "Wölfe der Nacht". Bin noch am Überlegen, ob der bei mir einzieht.
    LG
    Katie♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, Katie:)
      Da muss ich dann auch mal schauen, ob das Buch was für mich wäre.

      LG

      Löschen