Dienstag, 8. April 2014

Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit von Josin L. McQuein



erschienen bei Egmont INK

Die Welt besteht aus 3 Dingen:
Dem Arclight.
Dem Grau.
Und der Dunkelheit.

Das Arclight bedeutet Überleben – die Dunkelheit alles andere. Dazwischen liegt das Grau: ein verlassenes, ödes Niemandsland. Dort wurde das Mädchen gefunden. Doch wo kam sie her? Und zu wem gehört sie? (Klappentext)

Das Cover dieses Buches wirkt sehr düster und geheimnisvoll – passend zum Klappentext. Als Motiv ist nur eine wahrscheinlich weibliche Person als Schemen zu erkennen. Die Buchstaben des Titels und der Autorin sind etwas quer geschrieben, was zum Hingucker wird. Die Story erstreckt sich über 32 Kapitel und wird in der ersten Person erzählt.

Marina wurde vor zwei Monaten im Grau gefunden, nahe des Wassers. Sie hat augenscheinlich die Dunkelheit und die Blassen überlebt. Das gelang bisher noch niemandem. Marina lebt nun im Arclight, Menschenterritorium, das eine Mauer aus Scheinwerfern besitzt. Dort findet sie in Anne-Marie eine einzige Freundin. Von allen anderen wird Marina gemieden. Vor allem von Tobin, der ihr nicht verzeihen kann, dass sein Vater wegen ihr nicht aus dem Grau zurück kam…


Hass ist eine schwere Bürde, doch Hoffnung wiegt noch schwerer.
Seite 7

„Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit“ empfand ich als sehr düster dargestellt. Obwohl es ein Paradoxon ist, denn gerade im Arclight herrscht das Licht. Zwar nur durch Scheinwerfer, aber trotzdem ist es der hellste Ort auf der Welt.
Die Protagonisten hätten gut und gerne etwas mehr Tiefe vertragen können. Sie wirkten auf mich ebenso blass wie ihre Bedrohung, die Blassen. Deshalb konnte ich auch Tobins Verhalten Marina gegenüber nicht richtig nachvollziehen. Mir kam er wie ein netter, hilfsbereiter und zuvorkommender Junge vor, der mit Marina befreundet ist. Doch aus Erzählungen Marinas weiß der Leser, dass Tobin ihr alles andere als wohlgesonnen ist. Er gibt ihr schließlich die Schuld für den Tod seines Vaters!
Die Grundidee der Autorin fand ich sehr interessant, aber nicht bis zum letzten ausgereizt. Die Story ließ sich für mich nicht ganz flüssig lesen, da ich wiederholt das Gefühl hatte, etwas überlesen zu haben. Stellenweise waren mir die Szenensprünge einfach zu abrupt.

Welchen Sinn hat es, einem Leben ein Ende zu setzen, wenn wir doch eigentlich verhindern wollen, dass die Welt stirbt?
Seite 54

Die Darstellung und Idee der Blassen fand ich richtig gut umgesetzt. Stellenweise überkam mich beim Lesen ein leichter Schauer.
Josin L. McQuein hat gruselige Elemente sehr gut mit möglichen Halluzinationen/Träumen gemischt, so dass ich mich des Öfteren fragte: Was ist jetzt die Realität? Die Grenzen waren schwer erkennbar, doch genau das hat dem Buch einen ganz besonderen Reiz verliehen.

Die Autorin hat mit „Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit“ eine wahrhaft düstere und neblige Atmosphäre kreiert, die einen als Leser gefangen nimmt. Auch wenn ich teilweise etwas verwirrt auf die Story blickte, hat mir dieses Buch einige tolle Lesestunden bereitet. Diese dystopische Geschichte mit kleinen Schwachstellen bekommt von mir sehr gute 3 von 5 schwarzen Katzen.


Josin L. McQuein ist in Texas aufgewachsen und lebt heute mit drei verrückten Hundeungetümen in einer beschaulichen Kleinstadt, in der Autobahnen und ein ständig verfügbarer Internetzugang noch immer reine Fantastik sind.

352 Seiten
ISBN 978-3-86396-035-3
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Ich möchte mich an dieser Stelle noch recht herzlich beim Verlag für das in mich gesetzte Vertrauen und dieses Rezensionsexemplar bedanken!
                    

Kommentare:

  1. Oh, das hört sich ja nicht ganz so überzeugend an ... dabei war ich von dem Cover und dem Klappentext echt begeistert - das muss ich mir noch überlegen, ob das auf die Wunschliste kommt ^^

    LG Aleshanee

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    1. Es ist ja wirklich nicht schlecht, aber vor allem diese Ungereimtheiten in Form von schnellen Sprüngen haben mich sehr gestört. Ansonsten echt eine tolle Idee mit Potenzial!

      LG

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  2. Ist das eigentlich ein Reihenauftakt oder Einzelband? Ich bin total unwissend merke ich gerade! =D Bin ja mal gespannt, wie es mir gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Katie

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    1. Direkt wissen tu ich es auch nicht, Katie, aber dem Ende nach zu urteilen, wird es das gewesen sein. Andere Infos dazu hab ich aber auch nirgends gelesen. Bin auf Deine Meinung dazu sehr gespannt!

      LG

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  3. Hallo Claudia,

    hab mal vorerst nur die letzten Zeilen deiner Rezension gelesen, weil ich mich auch noch mitten im Buch befinde. Im Moment bauen sich mit steigender Seitenzahl immer mehr Fragezeichen bei mir auf. Irgendwie kommt die Geschichte nicht voran. Aber ich bin ja erst zur Hälfte durch. Vielleicht wird das ja noch was...:-)

    LG

    Kay

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    1. Hallo Kay!

      Ich hoffe, Du findest wenigstens die Antworten... Es soll ja auch anscheinend eine Reihe sein, vielleicht klärt sich alles erst in den Fortsetzungen. Auf Dein Fazit bin ich jedenfalls sehr gespannt!

      LG und ein schönes Wochenende

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