Freitag, 18. April 2014

Die Erben von Atlantis von Kevin Emerson



erschienen bei Heyne fliegt

Eine Stadt unter der Kuppel.
Ein uraltes Geheimnis. Ein Junge, der alles aufs Spiel setzt.

In einer Welt, in der die Luft zum Atmen knapp wird, entdeckt Owen, dass er über eine besondere Gabe verfügt: Er kann auf dem Grund des Meeres atmen, minutenlang und ohne Sauerstoffgerät. Und es gibt noch andere, die seine Fähigkeit teilen. Gemeinsam könnten sie der Stadt unter der Glaskuppel, in der sie leben, entfliehen und die Ozeane besiedeln. Doch die Regierung hat wenig Interesse daran. Owen und seine Gefährten müssen bald um mehr als ihre Freiheit kämpfen.  (Klappentext)

Ein erstes Wort zum Cover: Mir gefällt es ehrlich gesagt nicht so gut, denn es erinnert mich eher an einen kitschigen Film. Es soll aber ja auch der Inhalt überzeugen, oder? Also weiter:
Das Buch ist in drei Teile unterteilt und wird aus Sicht des Protagonisten Owen geschildert.

Owen lebt mit seinem Vater in einem Apartment im Hub, einem Höhlenkomplex außerhalb der fünf Edenkuppeln. Seine Mutter verließ die Familie vor einigen Jahren und hat keinen Kontakt mehr zu ihnen. Die Lebensbedingungen im Hub sind schlecht. In Eden West sind sie wesentlich angenehmer. Die Menschen haben dort eine deutlich höhere Lebenserwartung und können sich außerdem bei unheilbaren Krankheiten einfrieren lassen. Man lässt sich erst wieder auftauen, wenn ein Heilmittel gefunden wird. Vor ungefähr  fünfzig Jahren hat die große Flut die Erderwärmung und den Klimawandel völlig außer Kontrolle geraten lassen.
Owen ist das erste Mal im Feriencamp und entdeckt sonderbare Fähigkeiten seines Körpers. Ist er der einzige oder gibt es noch andere, die so sind wie er? Was heißt das für Owen und sein weiteres Leben? Ist er ernsthaft in Gefahr?


Ich hatte vom Klappentext her etwas Anderes erwartet. Mir war zuviel „Campalltag“ in der Story und es dauerte lange, bis die Geschichte so richtig in Schwung kam. Auch die ominösen Techniker in oder um Owen herum nervten mich zusehends. Ich habe nicht wirklich verstanden, was es damit auf sich hatte.
Im Laufe der Story werden Ereignisse aus Owens Kindheit geschildert, was mir sehr gut gefiel. Ebenso wird Lillys Vergangenheit erzählt, so dass der Leser eine gute Beziehung zu ihr aufbauen kann. Zarte Liebesbande werden geknüpft, die aber nicht dominierend sind. Viel mehr konzentrierte sich der Autor auf die Fantasy-Elemente, die eindeutig in den einzelnen Charakteren zu finden sind. Was genau, verrate ich natürlich hier nicht und ich rate auch davon ab, das Nachwort von Kevin Emerson zuerst zu lesen!
Stellenweise war mir die Story zu technisch angehaucht – damit kann ich nicht so wirklich etwas anfangen. Aber sonst wird die Geschichte zusehends spannender, teilweise dramatisch. Das Buch endet nicht mit einem spektakulären Cliffhanger, sondern eher mit einem Ausblick auf Band 2.

Ein kleiner Auszug von Seite 317, dem ich nur zustimmen kann:

Das war es, was beide Erinnerungen verband: dieses seltsame Gefühl, Zeuge zu sein, wie alles zu Ende ging; zu akzeptieren, dass die Welt, die man gekannt hatte, nicht von Dauer war, sondern zerbrechlich, vergänglich, und jeden Moment zerstört werden konnte.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, den man gerne verfolgt. Er hat mit „Die Erben von Atlantis“ einen wunderbaren Fantasy-Roman mit sympathischen Protagonisten geschaffen.
Trotz einiger Startschwierigkeiten vergebe ich für den ersten Teil einer neuen Trilogie 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann. Durch seine Schüler kam er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute ist er professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band – und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.
Die anderen Bände:

Band 2 im Original: The Dark Shore (August 2014)
Band 3 im Original: The Far Dawn    (August 2014)

Ab 14 Jahren
432 Seiten
ISBN: 978-3-453-31528-0
Preis: 12,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Kommentare:

  1. Huhu!
    Bin jetzt schon ein paar Mal über das Buch gestolpert, konnte mich aber bis jetzt nicht so wirklich überzeugen, obwohl die Handlung eigentlich ganz interessant klingt. Werds mal im Hinterkopf behalten ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, mach das:) Ich hatte es schon einmal angefangen, dann aber erstmal beiseite gelegt. Doch nun ist es ja beendet und war ja auch nicht schlecht. Bin auf eine Fortsetzung gespannt!

      LG und schöne Ostern

      Löschen