Donnerstag, 17. April 2014

Noah und Echo – Liebe kennt keine Grenzen von Katie McGarry



erschienen im Oetinger Verlag

Früher gehörte Echo zu den beliebtesten Mädchen ihrer Schule. Doch eine Nacht, an die sie sich nicht erinnern kann, hat alles verändert. Um herauszufinden, was in jener Nacht wirklich passiert ist, braucht Echo Informationen aus ihrer Therapieakte. Dabei hilft ihr ausgerechnet Noah, der „bad boy“ der Schule. Nicht ahnend, was die Wahrheit bringen wird, verlieben sich die beiden leidenschaftlich ineinander. (Klappentext)

Das Cover dieses Buches ist relativ schlicht. Es ist ein unaufdringliches Mintgrün mit einer weiblichen Person als Motiv. Von der Person sieht man allerdings hauptsächlich ihre Haare, die ihr Gesicht komplett verschleiern. Eine tolle Idee. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Noah und Echo erzählt. Somit sind die Kapitel nicht beziffert.

Echo ist seit einer schrecklichen Nacht vor zwei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Sie lebt mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter zusammen, der Kontakt zu ihrer Mutter ist ihr nicht gestattet. In der Schule ist sie seit jenem Vorfall zur Außenseiterin mutiert. Eine handvoll Freundinnen hält allerdings noch zu ihr.
Noah lebt bei einer Pflegefamilie. Es ist nicht seine erste. Er soll mit Vorsicht zu genießen sein - wird erzählt. Noah und Echo haben einige Kurse zusammen, und nun soll auch noch ausgerechnet Echo Noah Nachhilfe geben. Werden sich die beiden Außenseiter einander annähern können? Können sie ihre Vergangenheit überwinden?


Es fällt mir schwer, das Gelesene in Worte zu fassen. Dieses Buch war für mich etwas Außergewöhnliches. Eine rührende Liebesgeschichte ohne zu viele Mädchenzickereien, dafür aber mit problembeladenen Protagonisten. Nichtsdestotrotz waren mir Echo und Noah sehr sympathisch und eroberten mein Herz im Sturm!
Echo versucht sich mit allen Mitteln an die Nacht zu erinnern, die ihr Leben für immer veränderte. Sie muss dringend zur Ruhe kommen, aber es wird ihr nur gelingen, wenn ihr Gedächtnis sich nicht länger sperrt. Sie wirkt jederzeit stark, authentisch und reif in ihren Überlegungen und Entscheidungen. Sie gibt Noah Kontra, versucht alles, um ein einfaches Lächeln von ihrem Vater zu bekommen und schreckt auch vor einer Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter nicht zurück. Ihre Angst, ebenso zu werden wie ihre Mutter ist durchaus nachvollziehbar und verständlich. Echos Wunsch, noch etwas für ihren toten Bruder zu Ende zu bringen, ließen bei mir schon die ersten Tränchen kullern.
Noah wirkt nach außen hin wie der typische Bad Boy. Doch der Leser merkt schnell, was für ihn wirklich zählt und dass die harte Schale durchaus einen sehr weichen und liebenswerten Kern beinhaltet. Wären die Drogen nicht gewesen, wäre er der absolute Traumtyp eines jeden Mädchens. Manchmal handelt Noah zu überstürzt, zu impulsiv, wofür er dann auch prompt seine Quittung bekommt. Sein Verlust von Vertrauen in andere Menschen kommt nicht von ungefähr, ebenso seine Beziehungsangst. Gelitten und gehofft habe ich sowohl mit ihm als auch mit Echo.
Ashley ist Echos Stiefmutter und hochschwanger. Sie wirkte auf mich wie der typische Störenfried in der Familie, was die Autorin sicherlich mit Absicht so gewählt hat. Stellenweise ist Ashley einfach nur taktlos Echo gegenüber, was mich richtig wütend machte und nach Luft schnappen ließ. Einen kleinen Pluspunkt konnte sie bei mir erst ganz am Ende der Story gutschreiben.
Echos Vater ist der Egoist schlechthin. Er kümmert sich mehr um seine neue junge Frau und seine Arbeit, als um seine traumatisierte Tochter. Im Laufe der Geschichte kommt es noch zu einem Vorfall, der genau in dieses Schema passt und ihn mir nicht gerade sympathischer machte. Vielleicht ist auch er mit der ganzen Situation überfordert. Doch zu seiner einzigen Tochter zu halten muss ja wohl oberste Priorität haben!
Die Liebesgeschichte beginnt sehr knisternd und langsam zwischen den Protagonisten. Doch nie wirkt es zuviel oder übertrieben. Zum Ende hin werden die einzelnen Kapitel stets emotionaler, und die Taschentücher wurden mein ständiger Begleiter.

Katie McGarry hat mit ihrem Debütroman „Noah und Echo – Liebe kennt keine Grenzen“ für mich eine außergewöhnliche Geschichte kreiert, die ich lange im Gedächtnis behalten werde. Die Autorin hat auf Kitsch und Schmalz komplett verzichtet und sich mehr den Hintergründen der Charaktere gewidmet. Dadurch entstand eine wunderschöne Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Jedes lose Ende wird im Laufe der Story aufgeklärt, so dass ich das Buch in der Hinsicht mir ruhigem Gewissen zuschlagen konnte. Die Geschichte hallt allerdings noch nach.
Ich vergebe für dieses Buch die komplette Katzenanzahl von 5 schwarzen Katzen und bleibe
nach wie vor schwer begeistert.
Das müsst Ihr lesen!


Katie McGarry, geboren in den USA, war zu Zeiten von Grunge und Boy Bands ein Teenager und beschreibt diese Zeit als die besten und schlimmsten Jahre ihres Lebens. Sie liebt Musik, Happy Ends, Reality-TV und Basketball. "Noah und Echo. Liebe kennt keine Grenzen" ist ihr Debüt.
Katie freut sich über Nachrichten ihrer Leser. Besuch sie auf Ihrer Homepage. www.katielmcgarry.com, folge ihr auf twitter @KatieMcGarry oder werde ein Fan auf facebook oder goodreads.

ab 14 Jahren
416 Seiten
ISBN 978-3-7891-4272-7
Preis: 18,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Ich möchte mich ganz herzlich bei Lovelybooks, den Organisatoren der Leserunde und dem Verlag für dieses einmalige Rezensionsexemplar und die tolle Leserunde bedanken!

Kommentare:

  1. Huhu liebe Claudia!
    Es ist vollbracht! Du hast es geschafft und hast mich überzeugt! Wird definitv gekauft!!!
    Schöne Ostertage!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Guten Morgen, liebe Steffi!
      Das freut mich doch, dass ich Dich so überzeugen konnte:) Wird Dir bestimmt gefallen:)
      Dir auch schöne Ostertage und glg

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  2. Hallo Claudia,
    schöne Rezi ich habe dem nicht hinzuzufügen. Auch wenn das Buch bei mir die volle Punktzahl bekommen hatte, fand ich es dennoch sehr gut. Mir hat nur ein Tüpfelchen auf dem i gefehlt. Klingt komisch ist aber so. :D
    Ich bin gespannt auf die anderen Geschichten!

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Hallo Katja!
      Ging mir auch schon oft so mit dem i-Tüpfelchen. Das heißt ja wirklich nicht, dass einem das Buch nicht gefallen hat. Für die volle Punktzahl muss man eben ganz und gar überzeugt sein:)

      LG

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