Montag, 21. April 2014

Verliebt in Hollyhill von Alexandra Pilz



erschienen bei Heyne fliegt

Emily ist zurück! Zurück in Hollyhill, dem kleinen Dorf im Dartmoor, und zurück in der Gegenwart. Gemeinsam mit Matt hat sie in den schrillen 80er-Jahren einen Mörder gefasst, das Geheimnis ihrer Herkunft gelüftet und sich Hals über Kopf in den wortkargen Jungen verliebt. Doch der scheint sie plötzlich nicht mehr zu wollen. Aber bevor Emily herausfinden kann, wieso ihre Beziehung zu Matt so kompliziert ist, wird Hollyhill erneut in die Vergangenheit katapultiert – und Emily gleich mit. Willkommen im Jahr 1811! Emily ist hin und weg von den romantischen Regency-Kleidern und den eleganten Hochsteckfrisuren. Viel Zeit zum Einleben bleibt ihr allerdings nicht, denn wie aus dem Nichts taucht eine Kutsche in Hollyhill auf, mit einer bewusstlosen jungen Frau darin. Die Suche nach ihrer Herkunft führt zu einem abgelegenen Herrenhaus. Noch ahnen Emily und Matt nicht, welch düstere Geheimnisse sich hinter den alten Mauern verbergen – und welche dramatischen Auswirkungen diese auf Emilys Zukunft haben … (Klappentext)

Das Cover dieser Fortsetzung ist wieder in schön knalligen Farben gehalten. War es beim Vorgänger noch Gelb, so ist es hier ein Knallblau mit etwas Gelb und Schwarz. Es sind wunderbar mysteriös aus und passt sehr gut zum ersten Band. Die Geschichte besteht aus 17 magischen Kapiteln und dem Epilog.

Emily ist noch immer in Hollyhill. Kurz vor ihrer Abreise zurück nach München wird das ganze Dorf plötzlich in die Vergangenheit katapultiert: in das Jahr 1811! Das ist für Emily ein richtiger Kulturschock… Die Kleidung, die Redensweise, die fehlenden technischen Details – hier muss sie sich erst einmal zurechtfinden. Vor allem aber gilt es herauszufinden, warum sie gemeinsam mit den Dorfbewohnern in dieser Zeit gelandet ist. Welches Rätsel muss gelöst werden, damit Emily in ihre Gegenwart zurück kehren kann?


Auch diesen zweiten Teil habe ich geradezu verschlungen. Er schließt nahtlos an das Ende von Band 1 an, so dass der Leser auf der Stelle wieder am Ort des Geschehens ist. Durch kleine Rückblenden von Emilys Seite wird man schnell auf den neuesten Stand der Dinge gebracht.
Relativ zügig wird nun Matts Geheimnis gelüftet, das noch am Ende von „Zurück nach Hollyhill“ bei mir für große Neugier sorgte. Man merkt deutlich eine Kluft zwischen ihm und Emily. Und das, obwohl etwas Knisterndes stets in der Luft liegt. Ihre Gefühle füreinander (die doch eindeutig vorhanden sind) steuern auf eine scheinbar ausweglose Liebe hin. Daher empfand ich die Story auch wesentlich schwermütiger als noch in Teil 1.
Emily ist noch so, wie der Leser sie in dem Vorgängerband kennengelernt hat. Sie nimmt fast jedes Fettnäpfchen mit, handelt weiterhin impulsiv und hat einen eigenen Humor. Einen weiteren Pluspunkt bekam sie von mir, weil sie ebenso wenig Gefallen am Verkleiden findet wie ich. Kurzum: eine Protagonistin zum Verlieben!
Matt gefiel mir dieses Mal wesentlich besser. Er wirkte etwas zugänglicher auf mich.
Chloe und Cullum waren für mich die Undurchsichtigen in der Geschichte. Das Geschwisterpaar wirkt nicht gerade nett und umgänglich. Chloe erscheint mir wie eine typische Zicke, die man nicht wirklich zur Freundin und bloß nicht zur Feindin haben möchte.
Cullum hat zwar immer ein Lächeln im Gesicht, das aber oftmals nicht ganz echt ist. Im Gegensatz zu Chloe konnte ich mir nie sicher sein, ob er es nicht doch gut mit Emily meint.
Von der Story her empfand ich „Verliebt in Hollyhill“ um einiges spannender als Teil 1. Ging es dort noch um die Erklärung, warum und weshalb das alles um Emily herum passiert, so konnte hier noch eine etwas rasante Geschichte kreiert werden, die mich die Buchseiten nur so verschlingen ließ.
Die Zeit, in die das Dorf gereist ist, wurde meiner Meinung nach sehr detailgetreu von der Autorin dargestellt. Ebenso die dazu gehörige Kleidung, angefangen bei dem Häubchen bis hin zum Korsett.
Der Epilog setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Überraschender hätte er für mich nicht sein können. Er hinterlässt eine Menge neuer Fragen, auf die ich hoffentlich ganz bald eine Antwort bekomme!

Alexandra Pilz hat es auch mit ihrem Nachfolgerband zu „Zurück nach Hollyhill“ ein weiteres Mal geschafft, mich vollends zu überzeugen. Ihre Charaktere und ihre erschaffene Welt mit vielen Details haben mich wieder mitreissen können. Ich konnte ganz in die Welt um Hollyhill herum eintauchen und den Alltag für die Zeit vor die Tür setzen. Der Schreibstil der Autorin ist weiterhin locker und flüssig zu lesen, so dass jede Seite eine wahre Freude ist.
Natürlich bekommt „Verliebt in Hollyhill“ ebenso wie Band 1 die volle Katzenanzahl von 5 schwarzen Katzen und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.


Die Reihe:

Zurück nach Hollyhill Rezi
Verliebt in Hollyhill


Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Verliebt in Hollyhill ist nach ihrem zauberhaften Debüt Zurück nach Hollyhill der zweite große Roman um Emily und ihr Zeitreisedorf.
Mehr über die Autorin und Hollyhill auf:
alexandrapilz.de

ab 14 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-453-26917-0
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Ich möchte mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses einmalige Rezensionsexemplar bedanken!




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