Samstag, 7. Juni 2014

Jenseits von Meg Cabot



erschienen bei Blanvalet

Als Pierce Oliviera mitten im Winter in einen eiskalten Pool stürzt, stirbt sie. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben – und können sie schließlich retten. Ein Wunder der Medizin, denken alle. Doch Pierce weiß es besser. Denn ihre Seele war an einem anderen, sehr unheimlichen Ort: der Unterwelt. Und nur durch einen Trick ist sie dem Herrscher über jene Welt entkommen. Niemand glaubt ihr, doch Pierce hat einen Beweis, dass sie dort war: Eine Kette, die gegen das Böse schützen soll, ein Geschenk des mysteriösen John Hayden, den sie dort traf. Doch was, wenn John das Böse ist? (Klappentext)

Das Cover dieses Buches wirkt auf mich leicht unheimlich. Es ist schwarz und blau mit einer weiblichen Figur als Motiv. Wahrscheinlich ist es Protagonistin Pierce, die von eisigen Wellen umgeben ist. Unheimlich empfinde ich das Hervorblitzen von nur einem Auge bei Pierce. Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus Dantes „Die göttliche Komödie“. Die Story ist in der ersten Person geschrieben.

Pierce ist mit 15 Jahren ertrunken. Dennoch kehrt sie ins Leben zurück und ist nicht mehr dieselbe. Ihre Seele war in der Unterwelt – das hat Spuren hinterlassen. Von dort aus konnte sie nur mit einer List wieder fliehen. Aber der Herrscher der Unterwelt lässt Pierce keine Ruhe. Auch noch zwei Jahre später versucht er, sie wieder mit in sein Reich zu locken. Wird es ihm gelingen? Oder kann sich Pierce weiterhin erfolgreich davor drücken?


„Jenseits“ war mein erstes Buch von Meg Cabot. Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, da ich gerne etwas von Seelen und der Unterwelt lese. Die Story beinhaltet eine tolle Grundidee, weswegen ich auf das Buch aufmerksam wurde. Doch ganz hat das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Pierce und auch die anderen Charaktere empfand ich als sehr blass. Die Autorin gibt kaum etwas über deren Hintergrund preis. Zwar gibt es stellenweise kleine Rückblenden innerhalb der Geschichte in Pierces Kindheit oder auch die Zeit, während ihre Seele in der Unterwelt war. Aber durch den sprunghaften Schreibstil war ich mehr verwirrt, als dass ich aufgeklärt wurde. Es kam mir teilweise viel zu abrupt vor.
Dazu kommt, dass ungefähr die ersten 50 Seiten nur aus einem endlosen Monolog von Pierce bestehen, die mich doch sehr ermüdeten. Ich mag lieber die Abwechslung durch Dialoge zwischen den Charakteren.
Das Buch enthält durchaus interessante Elemente, die auf jeden Fall Potenzial zeigen. Merkwürdige Begegnungen auf Friedhöfen, eine durchaus nicht alltägliche Familie mit ihren eigenen Problemen und eine für mich überraschende Offenbarung zum Schluss. Wenn all dies in Band 2 besser dargestellt wird, bin ich ein neuer Fan der Autorin.

Alles kann geschehen innerhalb eines Wimpernschlags.
Seite 5

Obwohl mich Meg Cabot mit dem Auftaktband ihrer Trilogie nicht vollends überzeugen konnte, möchte ich dem nächsten Teil gerne eine Chance geben. Die Story und die Charaktere lassen noch Luft nach oben. Der Wechsel zwischen der Vergangenheit und Gegenwart war mir zu unübersichtlich, die Story kam sehr spät erst aus sich raus. Da ich die Grundidee und das Cover toll finde, bewerte ich „Jenseits“ mit 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen und hoffe auf die im Juli erscheinende Fortsetzung.

Die Trilogie:

Jenseits
Underworld (erscheint im Juli 2014)
Schattenliebe (erscheint im November 2014)

Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium wollte sie Designerin werden, jobbte währenddessen in einem Studentenwohnheim und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen ist Meg Cabot eine international höchst erfolgreiche Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York City und Key West.


320 Seiten
ISBN 978-3-442-37967-5
Preis: 12 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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