Donnerstag, 31. Juli 2014

Legend – Berstende Sterne von Marie Lu



erschienen im Loewe Verlag

Wenn Liebe zur Legende wird
Machen sie ihre Drohungen wahr, wird das zahllose unschuldige Menschen das Leben kosten. Und das könnten wir verhindern, indem wir ein einziges Leben aufs Spiel setzen.
Frieden, der greifbar scheint.
Freiheit und Gerechtigkeit, teuer erkämpft.
Doch Gefahr lauert am Horizont.
Erneut aufflammender Hass, dem eine große Liebe entgegentritt.
Dies ist die Geschichte von Day und June.
Ihr Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt wurde zur Legende.
Doch kann ihre Liebe am Ende bestehen?
(Klappentext)

Das Cover dieses Finalteils ist wieder ganz nach meinem Geschmack. Es ist dunkellila gehalten. Wunderschön für mich als großer Fan der Farbe Lila! Als Motiv ist dieses Mal eine Flamme in Gold zu sehen. Die Story wird erneut aus der Sicht von Day und June abwechselnd geschildert.

Die Republik scheint am Ende zu sein. Der Kampf geht unerbittlich weiter. Mittendrin immer noch June, seit einiger Zeit Princeps-Anwärterin beim neuen jungen Elektor Anden. Und auch Day, der einen Anschlag auf jenen Elektor letztendlich noch vereitelt hat, ist immer noch da. Er ist wieder mit seinem jüngeren Bruder Eden vereint und hat seit Monaten keinerlei Kontakt zu June. Über Day schwebt das Damoklesschwert einer unheilbaren Krankheit, zudem braucht Anden seine Hilfe. Wie wird sich Day entscheiden? Wird es trotzdem noch ein Happy-End für ihn und June geben? Und wird sich Anden als Elektor durchsetzen und das Volk zum Sieg führen können?


Wieder einmal findet eine tolle Trilogie ihren Abschluss. Wieder einmal heißt es Abschied nehmen von liebgewonnenen Charakteren. In diesem Fall ist es mir leichter gefallen als ich gedacht hatte. Aber lest meine Meinung selbst:
Wurde ich noch gerade im ersten Teil, aber auch noch im zweiten sehr von der Geschichte und seiner Dramatik mitgerissen, kam hier bei mir Langeweile auf. Stellenweise hatte ich das Gefühl, an einer politischen Diskussionsrunde teilzunehmen. Darauf wurde in diesem Teil das Augenmerk gelegt – für mich eindeutig zuviel. Ich empfand die persönlichen Schicksale von Day, June und Tess zu sehr in den Hintergrund gerückt. Ständig ging es nur um Verhandlungen, Strategien und wie man wen am besten austricksen könnte, um einen Sieg davon zu tragen… Das ist absolut nicht mein Ding.
Die Reise in die Antarktis dagegen fand ich sehr gut dargestellt. Eine geradezu krass angelegte Welt, wie ich es gerne lese.
June ist die typische Soldatin: mutig, unerschrocken, aber keinesfalls herzlos. Eine äusserst sympathische Protagonistin, die ich von Anfang an in mein Herz geschlossen hatte.
Day ist ja der rebellische Typ mit einem ausgewachsenen Charme. Seine Liebe seiner Familie gegenüber war jederzeit spürbar und offenbart einen sehr weichen Kern unter der doch manchmal notwendigen rauen Schale. Ein absoluter Sympathieträger!
Eden ist der jüngere Bruder von Day und das letzte verbleibende Familienmitglied. Er ist mit seinen gerade mal elf Jahren ein wirklich tapferer Junge, den man gern haben muss.
Anden war mir ja schon in den Vorgängerbänden wider Erwarten sehr sympathisch. Er ist charismatisch und kämpft nicht gegen sein Volk, sondern für es. Ganz tolle Figur.

„Mom hat gesagt, drei Jungs im Haus seien wie ein Minitornado, der auch noch Widerworte gibt.“
Seite 79

Marie Lu konnte mich mit ihrem Abschlussband ihrer Trilogie nicht vollends überzeugen. Die politischen Aspekte sorgten bei mir stellenweise für Desinteresse und Langeweile. Daher empfand ich diesen Teil als etwas schwächer als den letzten. Typisch dagegen war die melancholische Atmosphäre, die so oft in Dystopien herrscht. Das hat die Autorin über alle drei Bände bei behalten. „Legend – Berstende Sterne“ nahm ein für mich unverhofftes Ende, was noch einige Pluspunkte erzielen konnte. Trotz allem eine lesenswerte Trilogie. Daher vergebe ich für diesen Abschied noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Trilogie:

Legend – Fallender Himmel Rezi
Legend – Schwelender Sturm Rezi
Legend – Berstende Sterne

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Das Wetter hat sie überzeugt dortzubleiben und nun wohnt die New-York-Times-Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer. Marie Lu verbringt ihre wenige Freizeit mit Lesen, Zeichnen, dem Spielen von Assassin´s Creed und Im-Stau-Stehen.


Ab 14 Jahren
448 Seiten
ISBN 978-3-7855-7492-8

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

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