Montag, 4. August 2014

Underworld von Meg Cabot



erschienen bei Blanvalet

Zwischen Himmel und Hölle liegt noch eine andere Welt ...
Pierce Oliviera ist nicht tot. Nicht dieses Mal.
Doch sie wird gegen ihren Willen in einer düsteren Welt zwischen Himmel und Hölle festgehalten, wo die Geister der Verstorbenen auf ihre letzte Reise warten. Der Mann, der sie dort festhält, ist John Hayden, der Herrscher über die Unterwelt. Er behauptet, es sei zu ihrem eigenen Schutz. Denn nicht alle Toten sind freundlich. Manche sind nicht glücklich damit, was nach der Unterwelt auf sie wartet und so kehren sie als Furien zurück auf die Welt, dürstend nach Rache. Sie wollen sich an John Hayden rächen – oder an der Frau, die er liebt …
(Klappentext)

Das Cover dieses Buches finde ich sehr schön. Eine weibliche Person ist nur von hinten zu sehen, im Vordergrund einige rote Mohnblumen. Durch die eigentliche Schwarz-Weiß-Einteilung ist dieser rote Farbklecks ein schöner Eye-Catcher, ebenso wie der Titel. Das Cover passt perfekt zu der düsteren Unterwelt und gefällt mir noch viel besser als das Titelbild von Band 1. Abermals wird die Story aus der Sicht von Protagonistin Pierce erzählt.

Pierce ist in der Unterwelt. Aber dieses Mal ist sie nicht tot. Sie wird von John gegen ihren Willen dort festgehalten. Wie er sagt, ist es zu ihrem eigenen Schutz. Dem Schutz vor den Furien, die hinter Pierce her sind. Doch dann ist jemand in Gefahr, der ihr sehr nahe steht und Pierce muss zurück in ihre Welt. Sie muss. Koste es, was es wolle…


Diesen zweiten Teil fand ich wesentlich besser als „Jenseits“. Er war nicht mehr so sprunghaft inszeniert und verwirrte mich bei weitem nicht so sehr. An einigen Stellen zwar schon, aber das konnte ich guten Gewissens übergehen. Die Autorin hat sich mit diesem Band gesteigert. Sie gibt mehr über Johns Hintergrund preis und auch Pierce bekommt etwas mehr Farbe.
Die eingestreuten Rückblicke zum ersten Teil erleichtern es dem Leser, wieder gut in die Story zu finden. Man bekommt in „Underworld“ natürlich besonders den Einblick in Johns Welt, die Unterwelt. Der größte Teil der Story spielt sich dort ab. Es gibt zwar keine atemlose Action, doch gerade dies gefiel mir sehr gut und ich habe einen tollen Lesenachmittag mit diesem Buch verbracht.
Alles, was mit den griechischen Göttern zu tun hat, mag ich ja immer wieder sehr gerne lesen. Die Verbindung hierzu gefiel mir sehr gut. Stellenweise war sogar bei Pierce ein gewisser Anflug von Ironie zu sehen, was ich toll fand.
Das spanische Flair und die dazu passende Musik in einer späteren Stelle im Buch ließen bei mir geradezu Fernweh aufkommen. Ein Element, mit dem ich nicht gerechnet hatte, das sich aber mühelos in die Geschichte einfügte.
Was mir dennoch leicht negativ auffiel, war Pierces Nüchternheit gegenüber den Dingen, die passieren. Ihre Großmutter ist eine Furie und sie nimmt es mehr oder weniger einfach so hin. Sie fühlt sich in der Unterwelt nicht wohl, möchte unbedingt zurück, unternimmt aber nicht wirklich etwas dagegen. Das kam mir etwas unglaubwürdig vor.

Manchmal war Unwissenheit tatsächlich besser.
Seite 237

Meg Cabot hat mir mit ihrem zweiten Band der Trilogie einen tollen Lesenachmittag beschert. Das Buch las sich in einem Rutsch durch und bestand zum Glück nicht aus endlosen Monologen oder abrupten Szenenwechseln. Die Story zeigt düstere Einblicke in die Unterwelt und deren Bewohner. Dunkle Geheimnisse findet der Leser hier zuhauf. Logische Erklärungen dazu aber auch. Die Autorin hat sich immens gesteigert und eine unterhaltsame Geschichte kreiert. Ich bin froh, „Underworld“ gelesen zu haben und freue mich schon auf Band 3! Für diesen Teil vergebe ich 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Trilogie:

Jenseits Rezi
Underworld
Schattenliebe (erscheint im November 2014)

Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium wollte sie Designerin werden, jobbte währenddessen in einem Studentenwohnheim und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen ist Meg Cabot eine international höchst erfolgreiche Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York City und Key West.

320 Seiten
ISBN 978-3-442-26987-7
Preis: 12 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Kommentare: