Dienstag, 18. November 2014

Red Rising von Pierce Brown



erschienen bei Heyne fliegt

Der Klappentext

Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden …

Meine Meinung zum Cover

Das Cover sieht einfach toll aus und verspricht eine interessante Story. Es ist sehr schlicht und dunkel gehalten, der Titel und Autorenname sind Hauptblickfang. Ansonsten sieht der Leser eine relativ kleine männliche Person, die auf ein helles Licht zugeht – wie bei einer geöffneten Tür. Die Story ist in vier Buchteile gegliedert und enthält insgesamt 44 Kapitel.

 Meine Zusammenfassung

Der sechzehnjährige Darrow schuftet Tag für Tag, damit die Oberfläche des Mars endlich bewohnbar wird. Er muss jeden Tag um die Essensrationen kämpfen, damit er und seine junge Frau Eo versorgt sind. Sie sind gerade mal sechs Monate verheiratet und das Leben in diesen ärmlichen Verhältnissen belastet ihre frische Ehe sehr. Eines Tages geschieht etwas Unvorhergesehenes, was Darrow am System zweifeln lässt…

 Charaktere und meine Meinung

Darrow: der Höllentaucher
Eo: das winzige Mädchen
Ralph: der Schwächling
Harmony: die Maskenträgerin

Darrow arbeitet wirklich sehr hart, da er immer noch glaubt, es würde in naher Zukunft ein besseres Leben auf ihn warten. Dafür kann man ihn nicht verurteilen – er glaubt einfach an das herrschende System. Vielleicht wirkt er dadurch anfangs etwas schwach und naiv, aber nach und nach wandelt er sich und wird zu einem starken Charakter.
Eo empfand ich als ganz anders. Sie sagt, was sie denkt und hat vielleicht sogar insgeheim den Glauben an das System verloren. Nicht umsonst kommt es so, wie es unweigerlich kommen musste…

Ich muss sagen, dass mich die Grundidee des Romans sehr gereizt hat. Eine Story, die auf dem Mars spielt – einfach klasse! Doch mit der Umsetzung konnte ich leider so gar nichts anfangen.  
Die Protagonisten waren mir schon recht sympathisch, aber mich störte der raue Umgangston massiv. Die Sprache war mir viel zu direkt und auch die Fäkalausdrücke müssen nicht auf jeder zweiten Seite erwähnt werden… Wenn ich mir dann noch die Altersempfehlung ab 14 Jahren ansehe – ich möchte meine Kids in dem Alter nicht so reden hören, wie es die Charaktere in dieser Story tun!
Die Idee mit verschiedenen Clans und den einzelnen Farben ist wahrlich nicht neu, dafür aber die Umsetzung mit einer auf dem Mars spielenden Story. Liest man nicht allzu oft und ist durchaus sehr reizvoll.
Nachdem die ersten knapp 80 Seiten noch nicht sehr viel passiert, trifft der Leser bald auf eine Reihe unerwarteter Wendungen und einen hohen Spannungsbogen. Doch auch ein großes Maß an Brutalität lauert hier, was mich an meine persönliche Grenze brachte. Im Großen und Ganzen wirkten viele Dinge auf mich äusserst männlich, was ja nicht unbedingt schlecht ist, mir aber so gar nicht gefiel.

 Mein Fazit

Pierce Brown hat mich mit seiner Idee seines Debütromans „Red Rising“, aber leider nicht mit der Umsetzung überzeugen können. Der Schreibstil gefiel mir recht gut, aber die Fäkalsprache und der ungeschönte Umgangston ließen mich einige Seiten doch eher überfliegen. Meiner Meinung nach ist die Altersempfehlung in diesem Fall zu niedrig angesetzt. Ebenfalls waren mir viel zu viele Charaktere im Spiel, die mich so manches Mal den Überblick verlieren ließen. Einige politische Aspekte führten zu einer Langatmigkeit mittendrin, die mich im Lesefluss doch sehr ausbremste. Definitiv sollte man dieses Buch nicht einfach mal zwischendurch lesen, da es eine sehr komplexe Story bietet, die sicherlich nicht für jeden geeignet ist. Wer sich aber an meinen Kritikpunkten nicht stört, wird eine interessante Reise auf einen bislang für uns unbekannten Planeten miterleben.
Unter dem Strich bleiben für mich leider nur 2 geschwächte von 5 möglichen schwarzen Katzen übrig.  


 Der Autor

Nach dem Collegeabschluss hätte Pierce Brown eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen. Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe fehlte, versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Sein Debütroman Red Rising wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A.

Ab 14 Jahren
560 Seiten
ISBN 978-3-453-26957-6
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!



Kommentare:

  1. Hallo Claudia!

    Das ist aber schade! Ich habe gerade begonnen das Buch zu lesen. Bisher gefällt es mir ganz gut und ich hab auch nichts gegen eine eher komplexere Geschichte einzuwenden. Mal sehen, ob mich die politischen Aspekte auch stören. Grundsätzlich finde ich immer noch, dass diese Mischung recht vielversprechend klingt. Mal sehen =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo, Anja:)

      Dann hoffe ich, dass dir das Buch weiterhin so gut gefällt! Die Idee fand ich ja auch sehr gut und habe bisher nur positive Reaktionen gelesen, aber war eben absolut nicht meins. Kann ja passieren;)

      LG:)

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  2. Huhu meine Liebe :)

    Ich habe das Buch gestern gekauft :S etz habe ich bissl Angst, dass es mir auch nicht so gefällt. Mal sehen :)

    Liebe Grüße3

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    1. Hey, liebe Mella:)
      Ach, vielleicht gefällt es dir ja besser. Die Rezis bei Amazon waren ja durchweg positiv - aber einer muss ja aus dem Rahmen fallen;)

      LG <3

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