Samstag, 6. Dezember 2014

5 Fragen an... Kim Winter

Hallo, meine Lieben!



Auch die 4. Autorin hat mir Rede und Antwort gestanden und bei meiner Rubrik mitgemacht. Dieses Mal erwarten euch die spannenden Antworten von Kim Winter! Bekannt wurde die sympathische Autorin durch ihre Sternen-Trilogie, wovon der erste Teil "Sternenschimmer" gerade frisch bei Impress erschienen ist. Ich habe die Bücher verschlungen und regelrecht geliebt! Eine Trilogie, die man sich nicht entgehen lassen sollte:)


Aber nun erst einmal zu meinem Interview - los geht´s!

Meine Privatsammlung als Printausgaben

Vielen Dank, dass du dich meinen Fragen stellst, liebe Kim! Dann wollen wir mal starten:

1. Von deiner Trilogie ist gerade der 1. Teil "Sternenschimmer" als E-Book bei Impress erschienen - die Teile werden als Printbücher ja nicht mehr aufgelegt. Was bevorzugst du persönlich zum Lesen - E-Books oder Printbücher?

Kim: Ich muss sagen, so ein haptisches Erlebnis ist ja schon etwas ganz Besonderes <3 Allerdings lese ich seit etwa zwei Jahren doch auch sehr gerne E-Books. Einfach, weil ich da die Schrift größer stellen kann, was abends meine Augen nicht so müde macht. Folglich kann ich dann länger lesen ;) Zudem finde ich den Gedanken, meine Bücher immer überall dabeihaben zu können, sehr beruhigend. Ich bin ein Mensch, der etwas in Panik gerät, wenn der Lesestoff knapp wird, oder wenn das Buch, auf das ich aktuell Lust habe, für mich gegenwärtig nicht greifbar ist. Ich erinnere mich an Urlaube, da konnte ich kaum meinen Rucksack tragen, weil er wegen der vielen Bücher so schwer war. Das Problem hat sich jetzt mit meinem E-Reader erledigt. Und was ich an E-Books auch gut finde, ist die Tatsache, dass das Lesen keine derartige Kostenfrage mehr darstellt, was es insbesondere Viellesern ermöglicht, sich neben Büchern auch noch die Miete und einen vollen Kühlschrank leisten zu können, was ja durchaus vorteilhaft ist ;) Wenn mir ein E-Book jedoch sehr gefallen hat, brauche ich es auch noch einmal für mein Regal in Printform.

2. Es ja jetzt schon weit über ein Jahr her, dass der letzte Teil deiner "Sternen-Trilogie" erschienen ist. Wie geht es dir heute ohne die Protagonisten Mia und Iason, vermisst du sie? Wird es vielleicht noch einen weiteren Teil geben?

Kim: Oh, da sprichst du etwas sehr Bewegendes für mich an. Ja, ich vermisse Iason, Mia und die gesamte Tulpenwegcrew sehr. Als ich den letzten Buchstaben in Sternenstaub getippt habe, musste ich erst mal heulen, weil ich den Gedanken, dass Iason und Mia nun nicht mehr Teil meines Alltags sind, schrecklich fand. Ich hatte damals schon überlegt, einen Folgeband zu schreiben, mit der Absicht, ihn dann im Netz für meine treuen LeserInnen zu veröffentlichen. Aber mit meinem Wechsel zu Carlsen im.press hat sich einiges für mich verändert. Unter anderem wurde ich gefragt, ob ich nicht einen vierten Teil der Sternentrilogie schreiben könnte. Dreimal darfst du raten, was ich wie aus der Pistole geschossen geantwortet habe. Allerdings schreibe ich derzeit an einer anderen Geschichte, deren Protagonisten ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe. Mit ihnen wird es mir wohl ebenso ergehen, sobald die Geschichte fertig ist. Aber jetzt habe ich ja die Möglichkeit auch hierzu einen Folgeband zu schreiben.

3. Bei einer fantastischen Blogtour zum 3. Teil deiner Trilogie im letzten Jahr habe ich in einem kleinen Video gesehen, dass du deinen Laptop sogar beim Spaziergang mit deinem Hund dabei hast. Was machst du in dieser nassen und auch kalten Jahreszeit, wenn man sich nicht unbedingt lange draussen aufhalten mag - schreibst du dann nur an deinem eigentlichen Arbeitsplatz zu Hause?

Kim: Ja, inzwischen habe ich auch Zuhause ein eigenes kleines Schreibzimmer. Gern schreibe ich aber auch in meinem Lieblingscafé in Wiesbaden oder ich sitze vorm Ofen im Wohnzimmer. Aber sobald mir die erste Frühlingsluft um die Nase weht, werde ich mich wohl wieder vermehrt in den Wald zurückziehen. Dort bin ich für mich, ohne Ablenkung und eins mit der Natur, was ich erfüllend und überaus inspirierend finde.


 Quelle: Privat

4. Welches war dein bisher größtes Abenteuer im Leben?

Kim: Ich bin eine Abenteurerin, da gibt es viele aufregende Stationen. Eine kleine Auswahl davon gehe ich hier mal chronologisch durch.
Da wäre erstens mal meine Geburt. Daran erinnere ich mich zwar nicht, aber das war bestimmt ganz schön aufregend gewesen.
Mein erster Freund mit dreizehn Jahren. Er hatte eine total schicke, silberne Jacke, die er mir immer in der Pause geliehen hat (ohlala, gibt es da vielleicht eine Parallele zu Iason und Mia? ;) Aber als er mich küssen wollte, habe ich Schluss gemacht, weil ich den Gedanken damals noch sehr eklig fand.
Der Tag, an dem ich gemeinsam mit einer Freundin im Januar Langlaufski durch den Hinterlandswald gefahren bin. Das ist ein 40 qm² großer Wald, in dem wir uns verfahren und aus dem wir nicht mehr herausgefunden haben. . Ich glaube, wir waren damals beide sechzehn Jahre alt. Als wir abends um 22:00 Uhr noch immer nicht zu Hause waren, wollten unsere Eltern schon den Suchtrupp der freiwilligen Feuerwehr losschicken. Zu diesem Zeitpunkt hatten meine Freundin und ich die Lichter einer Gastwirtschaft erblickt, auf die wir dann zu fuhren und sie schließlich anriefen.
Was ich nicht als Abenteuer betrachte, aber was mich sehr geprägt hat, war meine Zeit, als ich in Los Angeles und später auf Hawaii mit Obdachlosen gearbeitet habe. Es war sehr heftig aber auch lehrreich gewesen. Ich arbeitete zunächst in der Skidrow. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal an einem Ort arbeite, zu dem ich mit einem Streifenwagen gebracht werde um durch ein schusssicheres Glas, wie an einer Tankstelle Essen auszugeben. Diese menschenverachtenden Zustände dort haben sich inzwischen zum Glück etwas entspannt, die Armut aber ist geblieben. Wen es interessiert, wie es da zugeht, der kann einmal dieses, wie ich finde, sehr gelungene Video anklicken.


https://www.youtube.com/watch?v=dBS8SN4fDRE
 
Und wer der englischen Sprache mächtig ist und sich eine längere Doku dazu ansehen möchte, dem empfehle ich dieses Video :

https://www.youtube.com/watch?v=PIQ2KDeUdfc

Auf Hawaii habe ich dann bei einem Buddhisten in einer food bank gearbeitet.
Die beiden Momente in meinem Leben, die mich jedoch am meisten bewegt haben, waren definitiv die Geburten meiner Kinder …, die Augenblicke, als ich sie zum ersten Mal in den Armen halten durfte.

5. Weihnachten steht nun unmittelbar vor der Tür. Wie verbringst du die Feiertage?

Kim: Bei allem Abenteuergeist bin ich doch ein absolutes Rhythmustier, was das betrifft. Weihnachten verbringe ich in der Regel mit meiner Familie. Zunächst feiern wir im kleinen Kreis. Mein Mann und ich werden mit unseren Kindern (wenn sie das noch wollen) wie jedes Jahr morgens in den Wald gehen und Tierweihnacht feiern, also den Waldtieren Heu, Karotten und Äpfel in die Futtergrippen legen, anschließend gehen wir ans Grab meiner Großeltern und zünden dort die Grablichter an. Dann kommt die Familie im größeren Kreis zusammen (Eltern, Geschwister etc. ) Diejenigen von uns, die wollen, gehen in die Kirche, anschließend gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat und abends trifft sich die ganze Familie zum Spieleabend, was immer wieder sehr lustig ist. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und allen, die Weihnachten feiern, ein schönes besinnliches Fest wünschen.

Kim: Deine Fragen waren besonders, das hat mir gefallen. 

 Mein signiertes Exemplar des dritten Teils "Sternenstaub"

Kommentare:

  1. Ein tolles Interview Claudia! Die Trio steht auch noch auf meiner Wunschliste, die Cover sind ja sooo toll ♥

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    1. Dankeschön, meine Liebe!
      Kim Winter ist aber auch einfach total sympathisch, das Interview hat echt wieder einmal Spaß gemacht:) Du musst diese Bücher unbedingt lesen - ich liebe sie <3

      LG:)

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  2. Es... wird... einen.. vierten.... Teil... geben ....

    :O!? <3!!! T____T JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

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