Montag, 1. Dezember 2014

Liebe braucht keinen Ort von Susan Waggoner



erschienen bei Bloomoon

Der Klappentext

Es ist das Jahr 2218. Liza McAdams ist in ihrem zweiten Ausbildungsjahr zur Empathin, als etwas passiert, das sie nicht für möglich gehalten hätte: Ein junger Mann, David, taucht im Krankenhaus auf und es ist Liebe auf den ersten Blick!
Für Liza stellen sich viele verwirrende Fragen: Wer ist David wirklich? Was tut er hier? Und warum ist er immer wieder seltsam abweisend zu ihr, ja eines Tages sogar verschwunden?

 Meine Meinung zum Cover

Das Cover verspricht auf den ersten Blick eine romantische Liebesgeschichte. Ein sich küssendes Paar, überall Herzen – da kann man als Leser nichts anderes denken. Doch hinter dem Cover steckt noch viel mehr. Sehr schön finde ich gerade die Farben, die keineswegs aufdringlich und schreiend wirken. Die Story besteht aus 17 betitelten Kapiteln, die in der dritten Person geschildert werden.

 Meine Zusammenfassung

Die 16-jährige Liza macht eine Ausbildung zur Empathin und ist auf dem Weg, die Beste ihres Fachs zu werden. Sie kümmert sich mit großer Hingabe um ihre Patienten, ohne sich zu sehr ablenken zu lassen. Eines Tages tritt David in ihr Leben und Liza ist wie elektrisiert. Sie war noch nie verliebt, da dies die Fähigkeiten einer Empathin negativ beeinflussen kann, sie geradezu durchdringt. Liebe zählt somit zu den Krankheiten. Doch David gewinnt Lizas Herz sofort. Wie wird es mit ihrer Ausbildung weitergehen? Hat ihre zarte Liebe eine Chance?


 Charaktere und meine Meinung

Liza gefiel mir recht gut. Sie ist jung, dynamisch und hat Freude an ihrer Ausbildung. Sie ist nicht besonders auffallend, aber auch keine graue Maus. Liza versteht es, mitfühlend mit ihren Patienten zu sein, sich aber nicht zu sehr in die teils recht grausamen Krankheitsgeschichten zu involvieren.
David ist einfach klasse! Er war für mich irgendwie der typische Schönling, der aber keineswegs platt daherkommt, sondern eher einen unauffälligen Charme versprüht. Zudem strahlt er etwas sehr Undurchsichtiges aus, was ich aber nicht als negativ empfand. Seine Herkunft und Pläne werden zu einem späteren Zeitpunkt noch erörtert, worauf ich hier aber nicht näher eingehen werde.
Rani ist Lizas beste Freundin und Mitbewohnerin. Ein doch eher ruhigeres Mädchen, das sich aber fast jeden Tag neu verliebt und somit für mich eine wahre Lebensfreude ausstrahlte.

Vorneweg sei gesagt, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat. Wie ich schon erwähnte, lässt das Cover auf eine mitunter kitschige Liebesgeschichte in ferner Zukunft schließen – doch weit gefehlt. Die Liebeselemente der Story waren keineswegs kitschig oder allzu beherrschend. Vielfältige, sehr interessante Elemente werden hier ebenfalls eingestreut. Allein die Infos zu der Empathenausbildung fand ich sehr gut und anschaulich beschrieben. Ebenfalls fand ich die Darstellung des Theaters im Jahre 2218 einfach nur grandios! Wir werden das 23. Jahrhundert zwar nicht mehr erleben, aber diese Vorstellung allein finde ich ganz klasse und sehr kreativ.  
Der Schreibstil ist zum größten Teil flüssig gehalten. Bis auf die immer mal wieder auftauchenden Sätze, die einfach ins Nichts führen, als wenn etwas fehlt. Genauso verhält es sich mit dem Auftauchen Davids – gerade noch in Lizas Armen und schon ist er wieder weg. Manchmal etwas irritierend…
In dieser Story fallen Schockbomben, dies sind Mittel terroristischer Anschläge. Sowas habe ich in der Form bisher noch nicht gelesen und fand gerade die Folgen solcher Bomben erschütternd.

„Nun ja, es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“
Seite 192

 Mein Fazit

Susan Waggoner konnte mich mit ihrem Jugendroman „Liebe braucht keinen Ort“ in eine sehr ferne Zukunft entführen und so manches Mal begeistern. Die Story ist sehr interessant und zeigt neben den zarten Banden einer ersten Liebe auch die Grausamkeit und Ungerechtigkeit auf dieser Welt. Meiner Meinung nach hätte die süße Liebesstory noch einen Tick weiter ausgebaut werden können, vielleicht hätten dann auch die ins Nichts führenden Sätze mehr Sinn ergeben. Eine für mich unglaubliche Enthüllung am Ende der Geschichte sorgt für einen netten Cliffhanger, der Lust auf Band 2 macht. Ich vergebe für diesen Auftaktband sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe:

Liebe braucht keinen Ort
Liebe bis ans Ende der Welt

Die Autorin

Susan Waggoner wurde in Iowa geboren, wuchs in einem Vorort von Minneapolis auf, und erlangte ihren Abschluss an der „University of Iowa“. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher, „fiction” und „non-fiction”. Titel in Amerika sind Classic Household Hints; Better Than Chocolate; Little Cakes: Recipes for Any Occasion; und, mit Co-Autor Robert Markel, Make Mine Vodka; Cocktail Hour; Vintage Cocktails; und Cocktails A-Go-Go. Susan lebt in New York City.

ab 14 Jahren
224 Seiten
ISBN 978-3-7607-7574-4
Preis: 12,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Exemplars bedanken!

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