Sonntag, 4. Januar 2015

*Kurzrezi* Die Schattenleserin – Nachtschwarze Träume von Sandy Williams




erschienen bei Bastei Lübbe

Der Klappentext

Seit Jahren kämpft die Studentin McKenzie Lewis in einem für normale Menschen unsichtbaren Krieg. Denn sie kann die magischen Fae nicht nur sehen, sie kann auch die Spuren verfolgen, die sie beim Reisen zwischen den Welten hinterlassen. Mit dieser Fähigkeit hilft sie dem König der Fae – und vor allem seinem Schwertmeister Kyol – gegen die Rebellen. Doch als sie von Aren, dem charismatischen Anführer der Rebellen, entführt wird, gerät ihre Welt ins Wanken. Wem kann sie wirklich vertrauen? Aren? Oder Kyol? Wie soll sie entscheiden, wenn nicht einmal ihr Herz die Antwort kennt …

Meine Meinung zum Cover

Das Cover finde ich persönlich nun nicht sehr ausdrucksstark. Auch fällt es farblich nicht sehr ins Auge. Es ist sehr dunkel gehalten, als Motiv erblickt der Leser eine Frauengestalt und eine alte Festung im Hintergrund. Das Buch besteht aus 31 Kapiteln, die in der ersten Person erzählt werden.


Meine Kurzrezension

McKenzie steht kurz vor ihrem Studienabschluss, als sie von ihrem Schwarm Kyol wieder einmal in die Welt der Fae hineingezogen wird. Dort wird sie von Aren, dem Feind von Kyol entführt. McKenzie fand ich klasse. Sie weiß, was sie will und ist nicht auf den Mund gefallen. Seit zehn Jahren macht sie nun schon dieses „Spiel“ mit und verschwindet notgedrungen immer mal wieder in der Welt der Fae. Sie hat bis auf Paige keine Freunde und keinerlei Kontakt zu ihren Eltern. Eine richtige Einsiedlerin, die aufgrund ihrer Begabung für das Schattenlesen kaum noch frei über ihr Leben bestimmen kann. Ihre Liebe zu Kyol ist teilweise herzergreifend und ich hätte sie gerne so manches Mal durchgeschüttelt.
Aren mochte ich auch sehr gerne. Er ist eigentlich ein typischer Schönling, kommt aber keineswegs unsympathisch rüber und hat auch durchaus seine sanften Seiten.
Kyol wirkte auf mich etwas zurückhaltend und sehr beherrscht. In einigen Situationen ist dies sicherlich für sein Gegenüber nicht einfach… Er hält McKenzie sehr auf Abstand, was mich so manches Mal direkt wütend machte.
Die Story startet sofort mit einem erneuten Auftrag für McKenzie, was dem Leser keine Zeit zum Kennenlernen lässt. Man wird praktisch ins kalte Wasser geworfen, was mir aber gut gefiel. Manchmal kann weniger auch mehr sein. Die Story schreitet recht rasant voran und der Leser bekommt einen leichten Einblick in die Kunst des Schattenlesens.
Ich mag immer wieder gerne Geschichten lesen, die in der Welt der Fae spielen und wurde auch hier nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist flüssig. Spannung, sowie auch ruhige Momente sind vorhanden. Allerdings hätten die Beschreibungen der Fae-Welt etwas ausführlicher und die Story ansich um einige Seiten kürzer sein können.

Mein Fazit

Sandy Williams hat mir mit „Die Schattenleserin – Nachtschwarze Träume“ schöne Lesestunden beschert. Sie entführte mich in eine Fantasiewelt, die es zwar schon wie Sand am Meer gibt, aber durch den Schreibstil der Autorin einen ganz eigenen Touch bekommt. Es finden immer wieder Kämpfe zwischen den verschiedenen Faen statt, was jederzeit spannend war. Die Kampfstrategien und das viele Blut sind nun nicht unbedingt mein Ding, aber da kann man dann ja auch vorblättern ;) Die Figuren wirkten authentisch und zu keiner Zeit übertrieben in ihren Handlungen. Herzschmerz und knisternde Momente sind auch vorhanden, was der Story noch eine besondere Note gibt. Ein toller Auftakt, der sich von mir 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen zu Recht verdient hat.


Die Reihe:

Die Schattenleserin – Nachtschwarze Träume
Die Schattenleserin – Silberne Glut
The Sharpest Blade (Originalausgabe)

Die Autorin

Sandy Williams hat in Texas studiert und Abschlüsse in Geschichte, Politik- und Bibliothekswissenschaften. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Bibliothekarin, bis sie ihren Ehemann auf einen längerfristigen Geschäftsaufenthalt in London begleitete. Inzwischen lebt die Familie wieder in Texas, und wann immer ihr ihre neugeborenen Zwillinge Zeit lassen, widmet sich Sandy dem Schreiben.

415 Seiten
ISBN 978-3-404-16954-2
Preis: 8,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag




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