Mittwoch, 25. März 2015

Das Feuermädchen von Martina Fussel




erschienen bei Impress

Der Klappentext

Tosende Wellen, endloses Wasser, Freiheit bis zum Horizont – das ist es, was sich Shaani von Kindesbeinen an am meisten wünscht. Aber das Mädchen gehört zum Volk der Waldmenschen und darf sich dem Meer nicht mal auf Sichtweite nähern. Der junge Krieger Faro hingegen lebt ganz in seinem Element - dem Element des Wassers. Nichts interessiert ihn außer sein eigenes Volk. Bis er eines Tages Shaani erblickt. Das Mädchen mit Augen so blau wie der Ozean und Haaren so rot wie Feuer. Prompt setzt er alles daran, sie kennenzulernen. Doch es gibt einen guten Grund dafür, warum sich das »Feuermädchen« vom Wasser fernhalten sollte…

 Meine Meinung zum Cover

Das Cover ist nicht sehr spektakulär. Es zeigt ein Mädchengesicht, das wahrscheinlich zu Protagonistin Shaani gehört. Farblich gesehen passen die Rot-Lila-Töne perfekt zum Titel des Buches. Das Verlagslogo ist mittig angeordnet und erscheint in einem zarten Orangeton. Die Story besteht aus dem Prolog, 21 Kapiteln und dem Epilog. Erzählt wird die Story stets in der ersten Person, doch diese wechselt mit den einzelnen Kapiteln.


Charaktere und meine Meinung

Die 17-jährige Shaani gehört zum Volk der Waldmenschen, hat aber eine unbändige Sehnsucht nach dem Meer. Jiri dürfen nicht ans Meer, das ist ihnen verboten. Doch Shaani kann ihrem Drang nicht immer widerstehen, so dass sie auf diesem Wege auch Bekanntschaft mit Faro macht.
Barein ist der beste Freund von Shaani – vielleicht sogar noch etwas mehr. Mir gefiel er recht gut, ist er doch immer um seine Freundin besorgt.
Faro gehört zu den Amaren, dem Wasservolk. Für mich ein sehr interessantes Volk, das das Wasser beherrschen kann. Er wirkte auf mich anfangs etwas arrogant und zu selbstsicher.
Zahra ist Shaanis Freundin und eine Kriegerin ihres Volkes. Darin wird sie ausgebildet und macht ihre Sache sehr gut.
Lani ist eine Uhura, die die Macht über die Luft haben. Sie ist so etwas wie eine Sklavin von Faro, auch wenn dieser es nicht so sieht. Manchmal nimmt Lani kein Blatt vor den Mund, was nicht immer sehr passend und förderlich für ihre Situation ist…

Mir gefiel an diesem Buch die Vielfalt der einzelnen Völker sehr gut. Trotzdem wurde ich mit zu vielen Informationen auf einmal überhäuft – ich konnte die Völker kaum ihren Namen zuordnen. Interessant ist jedes für sich allemal.
Mit der Erzählperspektive hatte ich auch so meine Schwierigkeiten. Es gibt 5 Charaktere, aus deren Sicht die Story geschildert wird. Da jedes Kapitel in der ersten Person geschrieben wurde, führte dies so manches Mal zu kompletter Verwirrung bei mir. Stellenweise vergaß ich einfach, wer gerade „dran“ ist. Dadurch führte die Geschichte auch zu viele verschiedene Stränge auf, die kaum zueinander zu führen waren. Sicherlich wird dies im nächsten Teil noch besser aufgesplittet werden, doch hier fühlte ich mich manchmal etwas ratlos.
Der Krieg zwischen den Jiri und Uhuru wütet noch, während die anderen Völker friedlich miteinander umgehen können. Der Leser wird in diesem Buch mit einer Menge an Kämpfen konfrontiert, was für mich im weiteren Verlauf einfach nicht mehr spannend genug war.
Eifersucht und Liebeleien dürfen natürlich auch nicht fehlen und verleihen der Story noch eine deftige Würzung.

 Mein Fazit

Martina Fussel konnte mich mit ihrem High-Fantasy-Roman „Das Feuermädchen“ nicht richtig überzeugen. Durch zu viele Charaktere und ihre Sichtweisen machte sich bei mir mehr Verwirrung als Lesespaß breit. Zudem konnte ich zu keiner Figur eine wirkliche Bindung aufbauen, sie sind allesamt etwas blass geblieben. Ihre Schicksale haben mich nicht richtig berühren können. Die Idee und auch der Schreibstil haben mir gut gefallen – damit konnte mich die Autorin in eine komplett fantasiereiche Welt entführen. Der Cliffhanger am Storyende weist auf eine Fortsetzung hin, die hoffentlich schon so einiges aufklären wird. Für diesen Auftakt vergebe ich 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe:

Das Feuermädchen
Teil 2 erscheint voraussichtlich im Mai 2015

Die Autorin

Martina Fussel, 1983 in Köln geboren, lebt mit ihrem Mann nahe der Domstadt und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit Squash, langen Spaziergängen oder dem Lesen. Bei ein bis zwei Büchern die Woche, die ausschließlich mit Liebe zu tun haben, kam ihr irgendwann die Idee, etwas Eigenes zu schaffen und so begann sie mit dem Schreiben. »Das Königsmädchen« ist ihr Debütroman.

E-Book
ab 14 Jahren
525 Seiten
ISBN 978-3-646-60102-2
Preis: 3,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei den Veranstaltern der Blogtour und dem Verlag für diesen Gewinn bedanken!

Kommentare:

  1. Ich wurde gar nicht warm mit dem Buch und habe es dann irgendwann abgebrochen. Es war einfach zu viel von allem, zu viele Charaktere, Orte... damit bin ich echt nicht klar gekommen. Schade, denn die Story klingt so interessant.
    LG, Sandrina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Definitiv. Da hätte mehr draus gemacht werden können.

      LG:)

      Löschen