Samstag, 7. März 2015

Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb von Tanya Stewner




erschienen bei KJB

Der Klappentext

Mitten ins Herz

Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein?

Meine Meinung zum Cover

Das Cover sieht wunderschön und sehr sommerlich aus. Die Farben sind nicht zu grell gewählt, sie verbreiten etwas Märchenhaftes. Der Leser erblickt ein Paar, das allerdings nur schemenhaft dargestellt ist, was mir sehr gut gefiel. Die Story besteht aus 22 romantischen Kapiteln.


Charaktere und meine Meinung

Juli ist die Tochter reicher Eltern und analysiert alles und jeden. Es gibt keinen Moment, in dem ihr Kopf mal nichts denkt. Dies ist mitunter sehr anstrengend für sie und ihre Mitmenschen. Obwohl sie Chucks total unbequem findet, schloss ich Juli sofort in mein Herz. Sie ist mit ihrem Äusseren überhaupt nicht zufrieden, es ist einfach nicht „perfekt“. Doch gerade das liebt Anjano an ihr, was ich toll fand.
Anjano ist ein toller Typ und gefiel mir sehr gut. Er redet etwas anders und auch leicht verworrener als wir - die Erklärung dazu gibt es aber im späteren Verlauf der Geschichte.
Whoopi ist Julis beste Freundin und machte einen äusserst sympathischen Eindruck auf mich. Sie ist eigentlich immer gut gelaunt und weiß so gut wie alles von ihrer Freundin. Und sie ist ein absoluter Fernsehjunkie, der in dieser Beziehung über alles Bescheid weiß.
Erwähnenswert finde ich auch noch die Biologielehrerin von Juli, Frau Blümke. Ihre Auffassungsgabe von Unterricht fand ich teilweise zum Schießen, bin aber davon überzeugt, dass es solche Exemplare von Lehrern auch in der Wirklichkeit gibt. Dann sind unsere Kinder heutzutage allerdings verloren…

Ich dachte immer. Ich war ein wandelndes Hirn auf zwei dünnen Beinen. Ich konnte nicht nicht denken.
Seite 96

Ehrlich gesagt habe ich von der Geschichte nicht das erwartet, was ich letztendlich erhalten habe. Ich wurde dermassen positiv überrascht, dass ich das Buch geradezu verschlungen habe. Schon ab der ersten Seite bin ich vollkommen in die Story eingetaucht und konnte mich nur schwer losreissen. Es lag eine besondere Atmosphäre in der Luft, die wunderschön von der Autorin getroffen und geschildert wurde. Stellenweise kam mir die Geschichte poetisch vor, was mir sehr gut gefiel. Auf der anderen Seite hat Tanya Stewner eine große Portion Humor mit eingebracht, was mich des öfteren zum Lachen brachte. Die teilweise sehr witzige Ausdrucksweise von Anjano trug natürlich auch ihren Teil dazu bei.
Die Eltern von Juli sind eine einzige Katastrophe, die nicht nur in ihrem Haus eine kalte Atmosphäre erzeugen. Da kann man sich wohl nicht einmal für fünf Minuten richtig wohlfühlen… Kein Wunder, dass Juli in dieser Hinsicht ihren eigenen Verdrängungsmechanismus herstellt: ein Golfschläger und ein dicker Teppich müssen dafür herhalten. Was es damit genau auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle aber nicht – das müsst ihr schon selbst lesen ;) Auf jeden Fall gefiel mir diese Idee ausserordentlich gut!
Die Liebesgeschichte zwischen Juli und dem geheimnisvollen Anjano ist herzerwärmend, wunderschön und keineswegs kitschig. Merkwürdige Ereignisse kreuzen immerzu ihren Weg und gerade Juli muss herausfinden, was es damit auf sich hat.

„Man muss nur mit Leib und Seele das sein, was man ist“, erklärte Whoopi weise, während wir in den Bus einstiegen und uns wie immer nach ganz hinten setzten.
Seite 10

Mein Fazit

Tanya Stewner hat mich mit ihrem Jugendbuch „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“ voll und ganz überzeugen können. Sie hat eine Mischung aus Geheimnissen, Poesie, Liebe und Humor gekonnt miteinander verwoben, so dass der Lesespaß bei mir vorprogrammiert war. Ihre Umgebungsbeschreibungen waren zum Greifen nah, mein Kopfkino lief auf vollen Touren. Die angebrachten Gedankengänge und Ansätze bestimmter Ideen empfand ich als sehr interessant. Die Zusammenführung der einzelnen Puzzleteile erschien mir sehr logisch und aufeinander aufbauend. Die Story enthält mehrfache wunderschöne Wendungen, die für mich noch das Tüpfelchen auf dem i waren. Ein sehr gelungenes Buch, das sicherlich nicht nur die jüngere Generation unter uns begeistern kann. Selbstverständlich gibt es hierfür 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Wenn man jeden Augenblick genießt und bewusst erlebt, dann es es gleichgültig, ob man wenige oder viele Jahre hat, denn man hat aus jeder Sekunde das Beste gemacht. Und genau darauf kommt es an.“
Seite 231


 Die Autorin

Tanya Stewner wurde 1974 im Bergischen Land geboren und begann bereits mit zehn Jahren, Geschichten zu schreiben. Ihre Kinderbuchserien um Liliane Susewind und die Elfe Hummelbi sind riesige Erfolge. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter Mailena in Wuppertal.

ab 12 Jahren
320 Seiten
ISBN 978-3-7348-5604-4
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Exemplars!

Kommentare:

  1. Wieder einmal eine tolle Rezi :)))

    Ich hatte das Buch auch schon in der Hand :)).

    Liebe Grüße<3

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