Mittwoch, 1. April 2015

Dangerous Visions – Es liegt in deiner Hand von Aprilynne Pike




erschienen bei cbj

Der Klappentext

Als  die 16-jährige Charlotte wieder einmal von einer Vision heimgesucht wird, merkt sie schnell, dass diese anders ist – denn Charlotte schafft es nicht, die Bilder wie sonst zu unterdrücken.Und was sie  sieht, nimmt ihr den Atem: Eine Mitschülerin  – ermordet. Charlotte darf zwar unter keinen Umständen die Zukunft ändern, aber kann sie das Mädchen in seinen Tod rennen lassen? Doch bevor sie zu einem Entschluss kommt, ist es schon zu spät… Und als Charlotte kurz darauf von einer weiteren Mordvision heimgesucht wird, beschließt sie zu handeln…

Meine Meinung zum Cover

Das Cover dieses Buches verursacht bei mir eine leichte Gänsehaut. Zu sehen bekommt der Leser lediglich ein kleines Paar Schuhe, die schon nach kurzer Zeit in der Story einen Bezug zum Cover herstellen. Farblich gesehen ist das Cover total in der Grünphase, was mir gut gefällt. Die Story besteht aus einer Art Prolog mit den kurz angerissenen Ereignissen von vor 10 Jahren und 34 Kapiteln.


Charaktere und meine Meinung

Charlotte ist 16 Jahre alt und trägt eine unglaubliche Last auf ihren jungen Schultern. Sie wird seit ihrem dritten Lebensjahr von ihrer Tante Sierra im Umgang mit ihren Visionen unterrichtet und darf niemandem etwas davon erzählen. Nicht einmal Charlottes Mutter weiß, dass sie und Sierra Orakel sind. Dass die Mutter nie etwas merkt, fand ich etwas merkwürdig. Charlotte gefiel mir recht gut, ist sie doch eine perfekte Mischung aus „normalem“ Teenager und einer Jugendlichen, die eine enorme Verantwortung trägt. Allerdings blieb sie, wie auch die übrigen Charaktere, für mich ein wenig gesichtslos.
Sierra hat bei mir immer den Eindruck erweckt, dass sie etwas zu verbergen hat. Sie benimmt sich oft sehr komisch, redet kaum, starrt einen aber dafür quasi nieder. Dass sie ein Orakel ist, nimmt ihr der Leser auf jeden Fall ab ;)
Smith ist auch eine eher eigenartige Gestalt, die sicherlich nicht immer ganz echt wirkt. Wer er ist, wird der Leser noch herausfinden.
Linden ist seit Jahren Charlottes Schwarm. Ein netter Junge, der mir aber in vielen Situationen viel zu perfekt und glatt wirkte.

Endlich mal wieder etwas von Aprilynne Pike lesen – wie habe ich mich darauf gefreut! Ich kannte bis dato nur einen Teil ihrer Elfensaga, die mir sehr gut gefiel. Dies ist nun ein Ausflug in ein gänzlich anderes Genre und ich war sehr neugierig.
Die Story schreitet rasch voran, was mir richtig gut gefiel. Der Klappentext verrät auch nur einen Bruchteil der Story, wodurch der Leser gut bei der Stange gehalten wird. Die Idee, dass ein junges Mädchen Visionen hat und den Wunsch verspürt, in die Zukunft einzugreifen, konnte mich begeistern. Doch an der Umsetzung haperte es so manches Mal. Einige Szenen empfand ich als unlogisch, wie z.B. die Identitätsoffenbarung eines Mordopfers. Zu plötzlich, ohne sinnvolle Verbindung zum restlichen Text. Überhaupt wirkte die Story so manches Mal auf mich sehr konfus, die Autorin hat unheimlich viel mit in die Geschichte einbringen wollen, was aber leider zum Teil verwirrte. Und dann kamen da noch die brutalen und absolut grausamen Szenen, die ich keinem Teenager mit 13 Jahren empfehlen kann! Hier wird wiederholt auf die einzelnen Mordtechniken eingegangen, was mir buchstäblich den Magen umdrehte…

„Manche Dinge auf dieser Welt sind so großartig, dass du alles riskieren musst, um sie zu bekommen.“
Seite 107

 Mein Fazit

Aprilynne Pike konnte mich mit ihrem ersten Jugend-Thriller „Dangerous Visions – Es liegt in deiner Hand“ nicht so richtig begeistern. Zuviel Brutalität und zu viele konfuse Szenen nahmen mir an manchen Stellen den Lesespaß. Die Altersempfehlung müsste meines Erachtens nach auf 16 Jahre heraufgesetzt werden! Der Leser merkt schnell, in welche Richtung bestimmte Dinge abzielen und was es für ein Ergebnis geben könnte. Die Story ist nicht total durchschaubar, aber so einige Dinge lassen sich gut erahnen. Diesen Kritikpunkten stehen die positiven Aspekte entgegen, durch die ich wiederum gut unterhalten wurde. Ein schöner und flüssiger Schreibstil, kleine falsche Fährten und auch unerwartete Wendungen glichen die Schwachpunkte wieder etwas aus. Die Danksagung der Autorin ist sehr bewegend und das Ende des Buches lässt noch Raum für eine eventuelle Fortsetzung. Lange habe ich hier überlegen müssen, wie ich die Story bewerten kann und habe mich daher für eine mittelmässige Anzahl, also 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen entschieden.


 Die Autorin

Aprilynne Pike denkt sich Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Sie studierte kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. Ihre Elfensaga machte sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Mit »Dangerous Visions – Es liegt in deiner Hand« legt sie nun ihren ersten Thriller vor. Pike lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Utah.

ab 13 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-570-15994-1
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Exemplar und das in mich gesetzte Vertrauen bedanken!

Kommentare:

  1. Hey Claudia,
    auch wenn es "nur" 3 schwarze Katzen geworden sind, so scheint das Buch ja doch ein paar lesenswerte Aspekte zu haben. Ich gucke mir mal die Leseprobe an.
    Viele Grüße, Emmi

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    1. Hey, Emmi:)

      Das hatte es auf jeden Fall. Größter Kritikpunkt sind auch wirklich die Szenen, die echt ungeeignet für so junge Kids sind...

      LG:)

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