Mittwoch, 1. April 2015

*Kurzrezi* Momo von Michael Ende




erschienen bei Thienemann

Der Klappentext

Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten die grauen Herren auf den Plan. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist die Einzige, die ihnen noch Einhalt gebieten kann ...

Meine Kurzrezension

Auf den Inhalt des Buches möchte ich hier gar nicht näher eingehen – das sollte jeder von euch da draussen selbst lesen! Ich habe das Buch vor einiger Zeit bei meinen alten Sachen aus der Kindheit wiedergefunden und musste es einfach noch einmal lesen. Den Film habe ich gefühlte hundert Mal gesehen, seit längerer Zeit aber leider gar nicht mehr. Für mich ist „Momo“ eine wundervolle Geschichte, die jung und alt begeistern kann. Die Story ist zeitlos (was für ein treffender Vergleich…) und gefällt mir noch genauso gut wie vor vielen, vielen Jahren.


Momo ist ein bezauberndes kleines Mädchen, das mein Herz im Sturm eroberte. Sie hinterfragt, ist warmherzig und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ihre Reise zu Meister Hora, die Freundschaft mit der Schildkröte Cassiopeia und der Kampf gegen Die grauen Herren ist für mich auch heute noch einzigartig. Momo berührt jeden einzelnen Menschen, der ihr auf ihrem Weg begeistert, anders kann ich es nicht in Worte fassen. Die Geschichte ist spannend, traurig und fantasievoll. Ein paar unheimliche Passagen sind selbstverständlich auch dabei, aber unter die Bettdecke muss man sich noch nicht verkrümeln. Der Schreibstil von Michael Ende lässt ein bildhaftes Kopfkino erblühen, auch ohne den Film dazu zu kennen.
Ich finde, dass sich der Film nah am Buch orientiert hat, verstehe einzig die unterschiedlichen Altersempfehlungen nicht ganz. Während das Buch erst ab 12 Jahren empfohlen wird, können den Film schon 6-Jährige anschauen.

Ich bin sehr froh, diese „Retroausgabe“ in Händen halten zu dürfen, ist sie doch wirklich schon ein Sammlerstück und einfach noch das Original. Michael Ende hat mit seinem Märchen-Roman „Momo“ etwas ganz Einzigartiges erschaffen, dass mich auch heute noch genauso in seinen Bann ziehen konnte wie als Kind. Die Figuren sind allesamt liebevoll ausgearbeitet worden, die Vielfalt an Fantasie kaum zu übertreffen. Natürlich kann man dieses Buch nicht mit dem heutigen Fantasyangebot vergleichen, aber das hat ein Michael Ende auch gar nicht nötig! „Momo“ ist ein ganz besonderer Schatz in meinem Bücherregal, den ich niemals aus der Hand geben werde. Eine zeitlose Geschichte, die jung und alt begeistert, erhält von mir 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


 Der Autor

Michael Ende (1929-1995) hat in einer nüchternen, seelenlosen Zeit die fast verloren gegangenen Reiche des Phantastischen und der Träume zurückgewonnen. Er zählt heute zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern und war gleichzeitig einer der vielseitigsten Autoren. Neben Kinder- und Jugendbüchern schrieb er poetische Bilderbuchtexte und Bücher für Erwachsene, Theaterstücke und Gedichte. Viele seiner Bücher wurden verfilmt oder für Funk und Fernsehen bearbeitet. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche deutsche und internationale Preise. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von über 35 Millionen Exemplaren erreicht.

Retroausgabe zum 40-jährigen Jubiläum
ab 12 Jahren
272 Seiten
ISBN 978-3-5222-0188-9
Preis: 5,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag



Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe,

    ich muss gestehen, dass ich Momo erst vor vier oder fünf Jahren das erste Mal gelesen habe. Ich war eher der Jim Knopf und Die unendliche Geschichte-Fan :-D
    Aber trotzdem fand ich das Buch auch mit über 20 richtig toll! Es ist und bleibt einfach ein Klassiker ;-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey, liebe Sandra:)

      Das stimmt, es ist und bleibt echt ein Klassiker. Auch so zeitlos - die Kids von heute mögen es ja auch. Jim Knopf war nun so gar nicht meins, ich wurde von der Augsburger Puppenkiste immer so verschreckt...

      GLG <3

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    2. Ich lieeeeebe die Augsburger Puppenkiste :-D
      Zumindest die alten Aufführungen ;-)

      GLG <3

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    3. Okaaaay, da haben wir dann wirklich nicht denselben Geschmack;) Ich fand Marionetten eh immer sehr bizarr...

      GLG <3

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  2. Hach Momo haben wir mal in der Schule behandelt. Ist laaange her. Ich kann mich fast nicht mehr daran erinnern, habe aber auch ein paar Folgen von der Serie geschaut ^^ Ich müsste es eigentlich mal lesen ;)

    Ich weiß zwar nicht, ob du bei sowas mitmachst, aber ich habe dich mal getaggt =) Hier klicken

    Liebe Grüße
    Maria

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    1. Davon gab´s eine Serie? Das wusste ich auch noch nicht. Ich kenne nur das Buch und den Film. Aber gerade der Film ist ja auch schon soooo alt;)
      Danke für´s Taggen, aber momentan mache ich bei solchen Aktionen nicht mit.

      LG:)

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  3. Guten Morgen!

    Ich liebe dieses Buch! Das ist so toll geschrieben und hat so viel Wärme und tiefsinnige Gedanken ... und ist eins der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen hab!

    Dass das Buch erst ab 12 ist, wird wohl wegen dem Verständnis von dem Thema sein, und der Film: diese Altersvorgaben sind ja nur dafür da, ob es schädlich sein könnte, also ob Gewalt oder Sex drin vorkommt. So viele Filme sind ab 6 Jahren freigegeben, einfach weil nichts Schlimmes drin vorkommt. Der Inhalt würde allerdings total an der Altersstufe vorbeigehen ...
    Ist bei Büchern einfach differenzierter denk ich.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey, meine Liebe:)

      Ja, das ist mir mit den Altersangaben soweit schon klar, aber ich verstehe einfach den krassen Unterschied nicht und das Thema ist ja nunmal dasselbe - ob Buch oder Film. Dazu muss ich aber auch sagen, dass mir viele Filme ab 6 Jahren auch oftmals ungeeignet vorkommen, gerade wenn ein wichtiger Mensch stirbt auf unschöne Art und Weise...

      LG:)

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