Samstag, 2. Mai 2015

Gated – Sie sind überall von Amy Christine Parker




erschienen bei dtv

Der Klappentext

Die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows ist offiziell aufgelöst, die ehemaligen Mitglieder leben in Freiheit, und Pioneer, ihr brandgefährlicher Führer, wartet hinter Gittern auf seinen Prozess. Lyla glaubt, das Böse sei besiegt – doch während sie versucht, sich in Codys Familie einzuleben und einen normalen Teenageralltag zu führen, lenkt Pioneer aus dem Gefängnis heraus unbemerkt weiter die Geschicke der Gemeinschaft. Er und seine Jünger haben nur ein Ziel: Sie wollen Lyla wieder zu einer der ihren machen; koste es, was es wolle ...

Meine Meinung zum Cover

Das Cover ähnelt dem ersten Band sehr. Es ist abermals eine weibliche Person von hinten zu sehen, bei der es sich wahrscheinlich um Protagonistin Lyla handelt. Zu ihren Seiten erblickt der Leser Wohnwagen, die verschwommen dargestellt sind. Die beherrschende Farbe ist dieses Mal ein kräftiges Grün. Die Story besteht aus 31 Kapiteln. Hier sind abermals „Weisheiten“ von Pioneer oder den Gemeindemitgliedern eingefügt.


 Charaktere und meine Meinung

Nachdem Lyla einen gewaltigen Selbstbewusstseinssprung in Band 1 hingelegt hatte, ist sie hier wieder das eingeschüchterte Mädchen. An manchen Stellen wirkte sie auf mich sogar etwas dumm, was mich einige Male mit den Augen rollen ließ. Lylas früheres Ich versucht, die Kontrolle wieder zu erlangen. Ich konnte ihren Sinneswandel schon im ersten Teil nicht wirklich nachvollziehen – hier erging es mir nicht anders. Trotz allem steigerte und veränderte sich Lyla aufs Neue, was dieses Mal aber etwas logischer daherkam.
Cody ist der Sohn des Sheriffs und hat mit ihm zusammen Lyla vor ungefähr vier Wochen aus der Gemeinde von Pioneer befreit. Seitdem lebt das Mädchen bei Cody und seiner Familie. Er machte auf mich einen ganz patenten und vernünftigen Eindruck, was für dieses Alter nicht immer selbstverständlich ist.
Jack nimmt Lyla gleich am ersten Schultag unter ihre Fittiche und gefiel mir sehr gut. Sie ist vielleicht manchmal etwas ungestüm, aber mit so einer Freundin an der Seite kann nicht mehr viel schiefgehen :)

Ich habe diesem 2. Teil sehr entgegen gefiebert, wurde aber leider nicht so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem hat dieses Buch durchaus seine spannenden Szenen, die auch nicht zu gewalttätig angesetzt wurden. In diesem Band dreht sich Lylas Leben fast nur um die neue Schule und ihr Zurechtkommen dort. Klar, dass hier natürlich zwei völlig verschiedene Welten aufeinanderprallen, die für allerlei Konfliktpotenzial sorgen. Die Skepsis und Ablehnung der Menschen aus dem Dorf gegenüber den Kindern aus der Pioneer-Gemeinde ist immens – es grenzte für mich schon fast an Rassismus. Gerade Lyla möchte einfach nur ein normales Mädchen sein und nicht mehr ständig unterdrückt werden. Ihre ehemals besten Freunde sehen dies und Lyla allerdings in einem anderen Licht und sind Pioneer immer noch hörig. Wie auch schon bei Teil 1 hätte ich auch hier am liebsten so manches Mal ins Buch gegriffen und die Leute geschüttelt! Wie kann man sich nur von einem einzigen Menschen derart beeinflussen lassen??? Für mich völlig unverständlich, dass eine einzelne Person eine solche Macht ausüben kann – selbst aus dem Gefängnis heraus noch… Diese Situtation wurde von der Autorin aber keinesfalls überspitzt oder unrealistisch dargestellt. Ich denke, dass solche „Führer“ auch in Wirklichkeit eine immense Macht ausüben und ihre Anhänger ihnen ebenso hörig sein würden. Manche Szenen waren in höchstem Maße erschreckend – in dieser Hinsicht steht „Gated – Sie sind überall“ Band 1 in nichts nach.

Mein Fazit

Amy Christine Parker hat mit ihrer Fortsetzung zu „Gated – Die letzten 12 Tage“ einen guten Folgeroman geschrieben. Sie hat abermals die Verbohrtheit der Menschen gut umgesetzt – egal, auf welcher Seite sie agierten. Die Verhaltensweisen von Protagonistin Lyla konnte ich weder im ersten, noch in diesem Band richtig nachvollziehen. Sie war mir oft einfach zu sehr Kind, das auf einmal in die übergroßen Fussstapfen eines Erwachsenen tritt. Die Anfeindungen der Leute gegenüber den Gemeindekindern fand ich sehr erschreckend, aber glaubwürdig dargestellt. Dieser Band endet in einem großen Showdown, der durchaus seine spannenden Momente hatte. Nach dem Ende des Buches, halte ich diese Reihe für eine Dilogie, die mit „Gated – Sie sind überall“ ihren Abschluss gefunden hat – genauere Informationen habe ich dazu aber leider nicht. Sollte es so sein, ist das Ende absolut stimmig und genau richtig so. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Gated – Die letzten 12 Tage Rezi
Gated – Sie sind überall

Die Autorin

Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida.

ab 14 Jahren
272 Seiten
ISBN 978-3-423376108-6
Preis: 16,95 Euro
© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Exemplars bedanken!

Kommentare:

  1. Huhu :)

    schöne Rezi. Ich habe vor ca. 1 Woche Band 01 gelesen. Rezi folgt auch in den nächsten Tagen. Mich konnte Band 01 leider nicht so begeistern. Für mich ist das zu sektenhaft :S.

    Liebe Grüße & einen schönen Sonntag <3

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    1. Danke, meine Liebe:) Schade, dass es nicht richtig etwas für dich war - da gehen unsere Geschmäcker dieses Mal wohl etwas auseinander ;)

      Dir auch einen schönen Sonntag! <333

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