Montag, 25. Mai 2015

*Kurzrezi* Raum 213 – Gefühlvolles Grauen von Amy Crossing




erschienen bei Loewe

Der Klappentext

Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das manifestierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben - oder hat es nicht überlebt! Lily ist glücklich, sie versteht sich super mit ihrer besten Freundin Ava und ist frisch verliebt in den süßen Travis. Dann taucht Kendra auf der Bildfläche auf. Sie freundet sich mit Ava an, flirtet unverhohlen mit Travis und drängt Lily zunehmend aus ihrem eigenen Leben. Oder ist Lily einfach nur eifersüchtig? Als sie eines Morgens Kendra in den Raum 213 gehen sieht, könnte das ihre Chance sein ... Sie müsste nur die Tür zum verfluchten Raum schließen und wäre Kendra für immer los.


Meine Kurzrezension

Mit großen Schritten geht es auf das Finale der vierteiligen Reihe um Raum 213 zu. Gerade Band 2 beendet, da muss auch schon Band 3 verschlungen werden – bei der geringen Seitenanzahl keine große Leistung. Anfangs dachte ich noch, dass auch dieser dritte Teil nach Schema F ablaufen würde, doch da hatte ich mich gründlich geirrt. Der Prolog und die Kapitel sind zwar weiterhin sehr kurz gehalten, doch von Raum 213 sieht der Leser ehrlich gesagt sehr wenig. In diesem Teil ist er eher ein Nebenprodukt, die Handlung spielt sich hauptsächlich in der Schule oder auf Partys ausserhalb ab. Da war ich schon etwas enttäuscht…
Die Story dreht sich hier um Lily, Ava, Travis und Kendra. Bei den Namen musste ich erst einmal nachschlagen, denn auch hier sind die Figuren wieder ohne jeglichen Tiefgang und Persönlichkeit. Sie sind schlicht und ergreifend austauschbar, was ich sehr schade finde. Der Leser trifft namentlich auf alte Bekannte aus Band 2, doch einen direkten Kontakt gibt es leider nicht. Die Liebesgeschichte steht eindeutig im Vordergrund, was ich angesichts des Hintergrunds nicht als sonderlich spannend empfand. Die Spannung ließ sowieso sehr zu wünschen übrig. Ich habe mich mehr mit merkwürdigen Verhaltensweisen der einzelnen Charaktere auseinandersetzen müssen…

Der dritte Teil um den mysteriösen Raum 213 war regelrecht unbedeutend für mich und keineswegs spannend oder gar unheimlich. Es kam mir so vor, als wenn hauptsächlich die Verhaltensweisen der Protagonisten im Vordergrund standen, was ich nicht nachvollziehen konnte. Gerade Lily kam mir wie ein sehr verunsichertes und naives Mäuschen vor, das sich alles gefallen lässt und die Gegebenheiten einfach so hinnimmt. Raum 213 spielte hier keine zentrale Rolle, was ich nicht erwartet hatte und auch schade fand. Das Ende setzte dem Ganzen noch die Krone auf, denn es war regelrecht belanglos. Da ich jetzt noch ganz stark auf das große Finale setze, werde ich natürlich auch noch Band 4 lesen, kann aber für „Raum 213 – Gefühlvolles Grauen“ leider nur 2 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.


Die Reihe:

Raum 213 – Harmlose Hölle Rezi
Raum 213 – Arglose Angst Rezi
Raum 213 – Gefühlvolles Grauen
Raum 213 – Falsche Furcht

Die Autorin

Amy Crossing hat ihre Jugend in Maryland verbracht. Mit 17 Jahren zog ihre Familie überraschend nach England, über die Gründe für den Umzug bewahrt die Autorin bis heute Stillschweigen. Heute lebt sie mit ihrer Familie zurückgezogen von der Öffentlichkeit in der Nähe von New York.


ab 12 Jahren
176 Seiten
ISBN 978-3-78557-873-5
Preis: 7,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag


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