Freitag, 11. Dezember 2015

Die Schneekönigin von Heike und Wolfgang Hohlbein nach einem Märchen von Hans Christian Andersen




erschienen bei arsEdition

Zum Inhalt

Als dem Teufel ein Zauberspiegel zerschellt, bricht bei den Menschen das Chaos aus. Wer von einem Splitter getroffen wird, dem gefriert das Herz und er sieht nur noch das Schlechte in der Welt. So ergeht es auch dem Jungen Kay. Und weil sein Herz so kalt geworden ist, verfällt er der eisigen Schönheit der Schneekönigin, die ihn in einer prächtigen Kutsche mit in ihr frostiges Schloss nimmt. Kays Freundin Gerda will das nicht hinnehmen. Sie macht sich auf, Kay zu suchen und zurückzubringen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie zu Feen, Prinzessinnen, Räubern und schließlich zum Schloss der Schneekönigin. Wird es ihr gelingen, ihren Freund zu befreien oder verfällt auch sie der dunklen Macht der eisigen Herrscherin?
(Quelle: Verlag)


Zum Buch

Vorweg muss ich sagen, dass ich dieses Märchen noch nicht kannte. Weder als Film, noch als Original von Hans Christian Andersen. Für mich war es also komplett neu und ich kann daher nicht beurteilen, ob das Autorenduo Elemente hinzugefügt hat.
Ich habe mit diesem Märchen wirklich schöne Lesestunden erlebt. Mir imponierte der Mut der kleinen Gerda, die sich unversehens auf den Weg machte, um ihren Freund Kay zu retten. Man merkt ganz deutlich, wie tief diese Kinderfreundschaft geht. Überhaupt empfand ich Gerdas Lebenseinstellung in so jungen Jahren bemerkenswert – ihre Großmutter und sie sind sehr arm, aber Gerda ist trotzdem zufrieden.

Ihre Großmutter war eine sehr stolze Frau, die nicht müde wurde zu betonen, dass es keine Schande war, arm zu sein, solange man sich seine Ehrlichkeit und seinen Stolz bewahrte.
Seite 35

Den Buchanfang fand ich leicht unheimlich. Durch den Frost und Schnee wird der Geschichte noch die richtige Atmosphäre verliehen. Genau das richtige Buch in der Vorweihnachtszeit, auch wenn wir gerade nicht auf frostige Temperaturen kommen… Die plötzliche Veränderung in Gerdas Welt wurde gut und eindringlich dargestellt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da die Story sich in einem Rutsch durchlesen ließ. Der Leser wird zwar in eine alte Zeit versetzt, muss sich aber nicht mit der antiquierten Sprache auseinandersetzen. Das haben Heike und Wolfgang Hohlbein sehr gut umgesetzt. An liebevoll eingestreuten Details wurde ebenso nicht gespart, besonders bei den Abschnitten mit der geheimnisvollen Blumenfrau. Auf mich machte die Story einen durchaus runden und stimmigen Eindruck.

„Manchmal muss es eben erst schlimmer werden, bevor es besser wird“, belehrte die Schneekönigin sie.
Seite 179

Heike und Wolfgang Hohlbein haben mir persönlich ein tolles altes Märchen näher gebracht, das ich sonst gar nicht auf der Reihe gehabt hätte. Die Message, die dahintersteckt, fand ich sehr bewegend. Ich würde mir wünschen, dass sie in unserer Welt auch so einfach umzusetzen wäre! Ein großes Thema dieses Buches ist natürlich auch der Mut und die Freundschaft zwischen zwei Kindern. Es ist ein ganz tolles Buch mit einer super Story, das ich auch meinen Kids nur ans Herz legen kann. Und natürlich jedem Erwachsenen, der Spaß an Märchen hat. Für Die Schneekönigin vergebe ich selbstverständlich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


 Zu den Autoren

Wolfgang und Heike Hohlbein haben mit MÄRCHENMOND 1983 einen Jugendbuchklassiker geschaffen, der seinen internationalen Siegeszug bis heute ungebrochen fortsetzt. In Heikes Märchengarten hat das Paar zahlreiche weitere Bestseller wie ELFENTANZ und DER GREIF ersonnen. Das Aufschreiben gemeinsamer Ideen übernimmt Wolfgang Hohlbein, der mit über 44 Millionen verkauften Büchern Deutschlands unangefochtener Auflagenkönig ist. Wolfgang und Heike Hohlbein, die inzwischen auch gemeinsam vor der Kamera stehen, leben mit ihren Kindern und zahlreichen Tieren am Niederrhein.


© Tanja Winkler


ab 10 Jahren
224 Seiten
Illustriert von Ludvik Glazer-Naudé
ISBN 978-3-8458-1202-1
Preis: 12,99 Euro
© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Kommentare:

  1. Hei c:
    Das Cover ist ja mal ein wahrer Blickfang! Und die Geschichte scheint ein kleines Juwel zu sein, wenn ich deine Worte dazu so lese ... Ich werde mir das Buch definitiv mal auf meine Merkliste schreiben - zumal ich das Märchen auch nicht kenne und Märchen total liebe.


    Ganz viele liebe Grüße, Michelle ☼♥
    P.S. Auf meinem Blog walkingaboutrainbows.blogspot.de läuft momentan noch ein Gewinnspiel. Vielleicht schaust du vorbei? Ich würde mich freuen :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey, Michelle:)

      Das Cover ist wirklich sehr schön, deswegen bin ich auch erst auf das Buch aufmerksam geworden. Ich fand die Geschichte wirklich sehr schön erzählt, kann ich nicht anders sagen. Wird dir als Märchenliebhaberin sicher auch gefallen!

      LG:)

      Löschen
  2. Hallo Claudia, :)
    ich kenne die Geschichte der Schneekönigin. :) Es gibt eine tolle Verfilmung, unter anderen mit Bridget Fonda, die ich liebe. Ob es Veränderungen dazu in dem Buch gibt, kann ich natürlich nicht sagen, aber der Inhalt klingt auf jeden Fall sehr ähnlich. Ich werde das Buch mal auf meine Wunschliste setzen. :) Das klingt genauso märchenhaft wie der Film. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey, Marina:)

      Endlich mal ein Kenner! ;)Ich denke, dass wahrscheinlich jeder Autor oder auch Regisseur Die Schneekönigin ein stückweit zu seinem eigenen macht - ist ja auch völlig in Ordnung. Mein Sohn hat gerade die Geschichte in der Schule gelesen, und selbst die Version war wieder anders:)
      Mach das, es lohnt sich!

      LG:)

      Löschen