Donnerstag, 7. Januar 2016

Leda & Silas, Band 1: Regenbogenzeit von Julia K. Stein




erschienen bei Impress

 

Zum Inhalt

 

**Wenn sich hinter einem idyllischen Sommerflirt ein dunkles Geheimnis verbirgt…**

Maisfelder bis zum Horizont und kein Hochhaus weit und breit. Ihre Sommermonate bei einem Schlachthauspraktikum mitten im Nirgendwo Deutschlands zu verbringen, hätte die 17-jährige Leda unter normalen Umständen niemals in Erwägung gezogen. Doch genau hier ist ihre Mutter vor einem Jahr ums Leben gekommen und Leda ahnt, dass sich hinter der Idylle ein düsteres Geheimnis verbirgt. Erst als sie dem jungen Amerikaner Silas über den Weg läuft, bekommt der Sommer einen Hauch flirrender Romantik. Aber auch der attraktive Silas trägt ein Geheimnis mit sich und zwar ein nicht weniger dunkles als Ledas…

(Quelle: Verlag)

 

Zum Buch

 

Die Geschichte ist in der ersten Person geschrieben, was mir prinzipiell immer sehr gut gefällt. So fällt es mir persönlich ein bißchen leichter, den Kontakt zum Protagonisten aufzubauen. Ein einziges Kapitel ist in der dritten Person geschrieben und stammt somit von Silas – warum dieser abrupte Wechsel stattfindet, hat sich mir leider nicht erschlossen.

Das erste Drittel plätschert nur so dahin. Es wird geflirtet und ein Frage-Antwort-Spiel betrieben, das mich nach kurzer Zeit mehr nervte als begeisterte. Ich bin ja ein großer Fan von Dialogen in Büchern, aber hier wird fast haarklein alles abgefragt, was es von dem anderen nur zu erfahren gibt. Und das am ersten Abend! Das zog die Story unheimlich in die Länge und fesselte mich überhaupt nicht. Insgesamt fand ich den Schreibstil der Autorin sehr unterkühlt, fast schon aufsatzmäßig. Man merkt ganz klar, wieviel Mühe sich Julia K. Stein mit der Recherche gemacht hat. Ich weiß nun sicherlich mehr über die Arbeit auf einem Schlachthof, als ich eigentlich wissen möchte… Ihre Angaben sind in dieser Beziehung wirklich detailliert.

Die Personen gefielen mir ganz gut, aber weder bei ihnen noch bei der Story ansich ist der Funke so richtig übergesprungen. Einzig die letzten ungefähr 30 Seiten boten etwas Spannung, was für mich eine gute Abwechslung darstellte.

 

Julia K. Stein konnte mich mit ihrem Auftaktband Leda & Silas – Regenbogenzeit leider nicht wirklich mitreissen. Es wurde mir viel zu viel geflirtet (ohne nennenswertes Ergebnis), zuviel ausgefragt (so stellte es sich für mich dar) und zuviel unnötige Party gemacht (wobei ich den Zusammenhang zur Story suchte). Weder der Schreibstil noch die Figuren konnten mich für sich einnehmen. Höchstens die letzten Seiten konnten das Ruder noch ein kleines Bißchen rumreissen, aber der Rest der Geschichte war einfach nur … nett. Die Hintergründe des Unfalls waren ebenfalls nicht sehr spektakulär und aufregend. Es wird leider nicht viel von dem Buch in meinem Gedächtnis hängenbleiben – wirklich schade. Somit kann ich schweren Herzens nur noch knappe 2 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.

 

„Ich hatte mit etwas Aufregenderem gerechnet, falls das alles war? Wobei das natürlich erstaunlich ist.“

27% des E-Books

 
 


Zur Autorin

 

Julia K. Stein wuchs in einer Kleinstadt im Ruhrgebiet auf, bis sie mit achtzehn zum Studieren nach Berkeley in Kalifornien zog. Sie studierte Literatur und Philosophie und promovierte später in Deutschland. Sie liebt Poetry Slams und schreibt neben Romanen für Erwachsene und Jugendliche auch Gedichte. Heute lebt sie in München.


© Jannette Kneisel

 

ab 14 Jahren

230 Seiten

ISBN 978-3-646-60192-3

Preis: 3,99 Euro





© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

 

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Exemplar bedanken!

 

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