Donnerstag, 18. August 2016

Sunshine Girl – Die Heimsuchung von Paige McKenzie, Alyssa Sheinmel


erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag zieht Sunshine mit ihrer Mutter Kat vom sonnigen Texas ins verregnete Washington. Obwohl Sunshine adoptiert ist verbindet sie mit ihrer Mutter ein besonders enges Band – sie ist ihre beste Freundin und engste Vertraute. Doch von dem Moment an, in dem die beiden in ihr neues Haus gezogen sind, weiß Sunshine, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die Welt ist dunkler und kälter geworden und auch wenn ihre Mutter Kat, die voll und ganz von ihrem neuen Job im Krankenhaus in Beschlag genommen ist, es nicht wahrhaben will: Etwas an ihrem neuen Zuhause fühlt sich einfach nur gruselig an. Und die Dinge werden immer merkwürdiger: Türen schließen sich von selbst, kalter Wind zieht durch geschlossene Fenster, nachts hört Sunshine Lachen und Seufzen – doch niemand glaubt ihr. Ihre Mutter und selbst ihre beste Freundin in Texas vermuten einfach nur einen schlimmen Fall von Heimweh. Als die Geister immer bedrohlicher werden und Sunshine erkennt, dass Kat in großer Gefahr schwebt, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und ihre Mutter vor einem Schicksal bewahren, dass schlimmer ist als der Tod.
(Quelle: Verlag)


Zum Buch

Das Buch beginnt mit einem Prolog in der dritten Person, der den Leser mit den ersten Seiten schon sehr neugierig macht. Der Rest der Story – bis auf wenige eingestreute Kapitel - wird in der ersten Person erzählt, was mir prinzipiell immer gut gefällt. So war ich nicht nur ganz nah an Sunshine dran, sondern auch an der unheimlichen und düsteren Atmosphäre.
Protagonistin Sunshine fällt nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Namen, sondern auch durch ihren etwas eigenwilligen Kleidungsstil auf. Sie trägt nicht die Klamotte, die für Teenager in ihrem Alter „typisch“ ist – dieses Detail gefiel mir sehr gut. Ich mag Charaktere, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen und nicht einfach in der Masse untergehen und sich mit allem anpassen. Außerdem hat das junge Mädchen eine ausgestopfte Eule in ihrem Zimmer (das ist natürlich Geschmackssache) und ein Faible für die „altmodische“ Fotografie. Bei Sunshine gibt es keine Digitalkamera, sie entwickelt ihre Fotos noch selbst. Fand ich richtig klasse.
Nolan wirkte auf mich wie der ruhende Pol. Ein Junge, der für diese Story schon bald „zu normal“ auftrat. Ich mochte ihn von Anfang an und Sunshine fühlt sich regelrecht geborgen in seiner Nähe.
Dagegen ist die Kunstlehrerin Ms Wilde schon wieder eine ganz besondere Marke. Skurriler und unheimlicher kann eine Lehrerin gar nicht sein, aber überzeugt euch selbst!
Die Geschichte beginnt wie ein handelsüblicher Gruselfilm: Sunshine (und nur sie natürlich) hört und bemerkt nach ihrem Umzug in ein altes Haus merkwürdige Dinge. Es gruselt sie vom ersten Augenblick an – und mich ehrlich gesagt auch… Immer wieder erlebt der Leser kleinere Schockmomente, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Nichts Neues halt, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Die Spannungskurve ist bis zur Hälfte des Buches gleichbleibend hoch, dann flacht sie allerdings geringfügig ab. Es passiert zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas Neues und man hat das Gefühl, dass man auf der Stelle tritt. Auch sind die verschiedenen kleinen Erinnerungsschnipsel von Sunshine mit der Zeit eher ermüdend als erfrischend.

Mich konnte dieser Auftaktband von Paige McKenzie fast zu 100% überzeugen. Dieses Buch ist wirklich gruselig, um es mit den Worten von Protagonistin Sunshine zu sagen. Beim Lesen habe ich doch noch ein zusätzliches Licht anschalten müssen… Spannung ist auf jeden Fall vorhanden, der Schreibstil gut und leicht zu lesen. Die Formatierung war bei meinem Exemplar allerdings eine absolute Katastrophe! Ich wusste nie, wann es wirklich einen Absatz geben sollte und wann nicht. Ich bin aber der guten Hoffnung, dass es bei den „normal“ erwerblichen Exemplaren – sowohl in Print als auch digital – nicht das Problem sein wird. Der große Showdown war nicht ganz so gewaltig, wie ich erhofft hatte, aber dennoch ziemlich spannend. Für Sunshine Girl – Die Heimsuchung vergebe ich 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen und bin sehr auf die Fortsetzung gespannt.


Die Reihe

Sunshine Girl – Die Heimsuchung
The Awakening of Sunshine Girl (Originaltitel)


Zum Autor

Als Tochter einer Schauspielerin verbrachte Paige McKenzie ihre Kindheit auf Filmsets.  Mit 16 stellte sie den youtube-Channel The Haunting of Sunshine Girl online – sie beschreibt die Serie selbst als eine Mischung aus Gilmore Girls und Paranormal Activity – und generiert damit jeden Monat Millionen von Klicks. Sie selbst ist Miterfinderin, Co-Produzentin und Hauptdarstellerin der Serie und sie arbeitet unermüdlich daran, die Fanbase weiter wachsen zu lassen. Paige lebt in Portland, Oregon.

© levy moroshan

ab 14 Jahren
336 Seiten
übersetzt von Doris Hummel
ISBN 978-3-8458-1403-2
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


Kommentare:

  1. Hallo Liebes ;-)
    Ich habe das Buch für die Bib notiert und ganz offensichtlich gehört es in das Jugendbuchregal.
    Deine Rezension hat dies sehr überzeugend unterstrichen.
    Danke dafür. <3
    Liebste Grüße, Hibi

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    1. Aber gerne doch, Liebes! Da werden sich die Besucher der Bib auf jeden Fall drum reißen, was Gruseliges darf doch einfach nicht fehlen!

      LG<3

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  2. Hallo liebe Claudia,
    sehr schönen Blog hast du da :) Und ich bleibe sehr gern als Leserin da :)
    Liebe Grüße
    Eli von https://elisbuecherecke.blogspot.de/

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    1. Das freut mich sehr, liebe Eli! Herzlich willkommen und viel Spaß auf meinem Blog:)

      LG:)

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  3. Huhu Claudia,

    das klingt super, das Buch wartet schon auf mich und jetzt freue ich mich noch mehr darauf, denn ich suche schon länger nach einem Buch mit Gruselfaktor. ;)

    Liebe Grüße,
    Silke

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    1. Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Lesen, liebe Silke, und bin sehr gespannt, was du dazu sagst. Die Rezi schaue ich mir auf jeden Fall an:)

      LG:)

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    2. Huhu Claudia,

      also wir sind uns absolut einig: Sunshine ist super! ;) Mir hat ihre schrullige Art super gefallen und ich bin richtig gespannt, wie es weitergeht.

      Was den Gruselfaktor angeht, habe ich halt einfach etwas Atmosphäre vermisst. Ich hab vor einer Weile "Sag nie ihren Namen" von James Dawson gelesen und da hat es mich auch gegruselt. :D Kennst du das Buch?

      Liebe Grüße,
      Silke

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    3. Hey, Silke!

      Nein, das Buch kenne ich leider noch nicht, aber es steht auf meiner Liste. Der Klappentext spricht mich schon sehr an:) Und das ist gruseliger?

      LG:)

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  4. Hallo Claudia,

    na nicht ganz zur Geisterstunde aber fast, antworte ich dir auf deinem Kommentar zu der selben Rezension unter deiner.

    Ehrlich gesagt, die Längen waren schon da, da hast du recht, aber in diesem Fall hat es mich überhaupt nicht gestört, weil ich immer wissen wollte wann denn Sunshine auf eine weitere Person trifft. :) Bis heute hat mich auch gewundert, dass Sunshine nicht auf Dr. Who stand, bei der Anspielung mit ihrer Eule. ;) Nun in meiner Ausgabe (gekauft) war alles in Ordnung.

    Hab noch ein schönes Wochenende und liebe Grüße Cindy

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    1. Hey, Cindy!

      Ja, so unterschiedlich sind dann doch wieder die Geschmäcker:) Gerade, was Längen in einem Buch angeht, gehen die Meinungen dazu sehr auseinander. Manchmal stört es mich auch einfach nicht, vielleicht kam hier so manches zusammen. Und diese Formatierung hat mich echt fast wahnsinnig gemacht. Ist dann aber (zum Glück) wohl ein Übermittlungsfehler. Hatte ich bei Fire Girl genauso, leider.

      Dir noch einen schönen restlichen Sonntag und starte gut in die neue Woche!

      LG:)

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